Hohe Nachfrage

Privater Handel mit dem iPhone 7 – vor dem Apple Store

Vor dem Apple Store am Kudamm versuchen zahlreiche private Händler, das neue iPhone 7 zu verkaufen. Mit satten Preisaufschlägen.

Foto: Sean Gallup / Getty Images

Im Apple Store am Kudamm war schon kurz nach Ladenöffnung klar: Das neue Modell iPhone 7 ist nicht zu haben – alle Exemplare seien „ausreserviert“, so ein Verkäufer. Vor dem Store sah es anders aus: Dort standen mehrere Gruppen von Händlern, die sich offenbar rechtzeitig iPhone 7-Modelle gesichert hatten und sie weiterverkauften. Mit saftigen Preisaufschlägen.

Die Verkäufer boten ihre Ware ausschließlich auf Englisch an - manche hielten Zettel in die Höhe, auf denen sie die verfügbaren Modelle und Farben notiert hatten. Für ein iPhone 7 mit einem 4,7-Zoll-Display und einem Speicher von 32 GB verlangte ein Händler in gebrochenem Englisch 850 Euro. Im Apple Online-Store wird es für 759 Euro angeboten – am Freitag hieß es dort, dass der Versand etwa zwei bis drei Wochen dauere. Andere Straßenverkäufer wollten einen Aufschlag von 150 Euro auf den regulären Verkaufspreis haben. Die Nachfrage hielt sich bei solchen Summen spürbar in Grenzen. Nur sehr gelegentlich konnten Passanten einen Verkauf beobachten. Die in größerer Zahl vor dem Apple Store postierten Security-Mitarbeiter hatten das Geschehen im Blick, griffen aber nicht ein: „Da können wir nichts machen.“

Die Nachfrage nach Apples neuem Modell ist größer als zuvor erwartet. Schon Mitte der Woche hat der Hersteller gemeldet, dass das größere Modell iPhone 7 Plus und das iPhone 7 im neuen glänzenden Schwarz-Ton „Jet Black“ bereits komplett vergriffen seien. Allerdings nennt Apple seit diesem Jahr keine Zahlen zu Vorbestellungen oder dem Absatz am ersten Wochenende mehr.

Im Berliner Store gab ein Mitarbeiter einer Interessentin am späten Vormittag einen Tipp: Ab Sonnabend sechs Uhr könne sie im Internet erneut die Verfügbarkeit überprüfen. Dann würden vorbestellte iPhone 7 eingestellt, die nicht abgeholt worden seien.