Berlin

Neukölln und Lichtenberg wollen Ärztemangel beheben

In den Bezirken Neukölln und Lichtenberg fehlen Facharztpraxen. Neukölln hat laut Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) sogar die geringste Ärztedichte in Berlin. Dort fehlen zum Beispiel Frauenärzte, Hautärzte, Radiologen und Augenärzte. In Lichtenberg sieht es nicht besser aus. Gesundheitsstadträtin Sandra Obermeyer (parteilos für Die Linke) sagte, dass dringend Orthopäden, Augenärzte, aber auch Hausärzte gebraucht werden. Bis 2030 steige der Anteil der Menschen im Bezirk, die 65 Jahre und älter sind, um 23 Prozent. Die Versorgung mit Ärzten müsse dem angepasst werden. Berücksichtig werden müsse außerdem, dass immer mehr Menschen nach Berlin ziehen und auch viele Flüchtlinge eine ärztliche Versorgung brauchen.

Die beiden Gesundheitsstadträte wollen jetzt eine Studie in Auftrag geben, die vorhandene Daten neu aufbereiten und aufzeigen soll, in welchen Kiezen ihrer Bezirke der Bedarf an Fachärzten besonders groß ist. "Die Ärzteversorgung in Berlin ist ungleich verteilt", sagte Liecke, das müsse dringend geändert werden. Gegenwärtig müssten vor allem die Rettungsstellen der Krankenhäuser den Ärztemangel auffangen.

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