Tag der offenen Tür

25.000 Besucher bei der Berliner Polizei in Ruhleben

Die Berliner Polizei hat am Sonntag Tausenden Besuchern Einblicke in ihre Arbeit gewährt. Auch Frank Henkel schaute vorbei.

Besucher des Tages der offenen Tür bei der Berliner Polizei besichtigen einen Eurocopter EC 135

Besucher des Tages der offenen Tür bei der Berliner Polizei besichtigen einen Eurocopter EC 135

Foto: Paul Zinken / dpa

Lukas steigt die Treppe vom Dienstboot der Wasserschutzpolizei herunter und strahlt über das ganze Gesicht. „Ich durfte sogar am Steuer sitzen“, sagt der Achtjährige und nimmt die Hand seines Vaters. Er will weiter – gleich beginnt eine Vorführung des Spezialeinsatzkommandos (SEK) auf dem Zentralplatz. Die beiden gehören zu den rund 25.000 Besuchern beim Tag der offenen Tür der Polizei. Viele Familien sind am Sonntag auf dem Gelände der Ausbildungsstätte Ruhleben unterwegs.

Ähnlich gefragt wie eine Besichtigung des schnittigen Bootes oder die Hüpfburgen sind auch die Themenparks: Hier gibt es Informationen zu Wohnungseinbruch, Alkohol und Drogen oder zur Polizei als Arbeitgeber. Aufmerksam hören die Besucher zu, wenn Experten vom Landeskriminalamt Tipps zur Sicherung des eigenen Hauses oder der Wohnung geben: „Gekippte Fenster sind offene Fenster.“ Außerdem werben sie für die kriminalpolizeiliche Beratung Einbruchschutz am Platz der Luftbrücke. Wer in einem Einfamilienhaus wohnt, in einer Erdgeschosswohnung oder einem Dachgeschoss mit Terrasse – diese sind besonders einbruchgefährdet – kann dort auch Termine für eine Vor-Ort-Beratung ausmachen.

Kaum zum Luftholen kommen die Berufsberater der Polizei. „Viele Jugendliche sind vom Fernsehen geprägt, von Serien wie ‚CSI‘“, berichtet Angelika Daschek. Das zu sortieren, sieht die Berufsberaterin als ihre Aufgabe an und informiert die jungen Menschen über die verschiedenen Wege: über die Ausbildung im mittleren Dienst der Schutzpolizei oder das Studium im gehobenen Dienst der Schutz- und Kriminalpolizei. Aylin (15) ist sehr interessiert: „Bei der Polizei gibt es so viel Abwechslung, das würde mir gefallen.“