Tag der offenen Tür

Kritik an Kinder-Wasserwerfer der Berliner Polizei

Die Berliner Polizei hat am Sonntag zum Tag der offenen Tür eingeladen. Tausende Menschen folgten dem Aufruf. Doch es gab auch Kritik.

Diesen Wasserwerfer für Kinder hatte die Polizei mitgebracht - im Netz gab es dafür Kritik

Diesen Wasserwerfer für Kinder hatte die Polizei mitgebracht - im Netz gab es dafür Kritik

Foto: Polizei Berlin/Screenshot

Wie arbeitet eigentlich die Berliner Polizei? Interessierte konnten sich am Sonntag einen Eindruck davon verschaffen. Denn die Behörde hatte eingeladen, beim Tag der offenen Tür dabei zu sein. Bis zum Mittag kamen am Sonntag nach Polizeiangaben mehr als 17.000 Gäste, darunter Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Innensenator Frank Henkel (CDU).

Besonders beliebt war der Sportplatz

Besonders beliebt waren nach Angaben eines Sprechers die Vorführungen auf dem Sportplatz. Hier simulierte etwa ein Spezialeinsatzkommando einen Einsatz, bei dem ein Fahrzeug gestellt und durchsucht wurde. Auch die ausgestellten Fahrzeuge und Hubschrauber - einen davon durfte man unter Aufsicht betreten - kamen bei den Besuchern sehr gut an.

Die Berliner Polizei erntet auch Kritik

Doch nicht alles, was die Polizei am Sonntag vorführte, stieß auf Begeisterung. Als "Attraktion" wurde auch ein Kinderwasserwerfer vorgeführt, den die Kleinen testen durften. Während dieser vor Ort ausprobiert wurde, erntete die Polizei im Netz dafür viel Kritik.

Twitter-Nutzer "Peacerebelacitivst" kommentierte den Tweet der Polizei mit diesen Worten: "Perverse frühkindliche Erziehung auf Menschen schießen zu lehren." Darauf antwortete die Polizei mit: "Wohl nie ne Wasser-Spritz-Pistole gehabt?" "MC Nimmerfroh" fragt, ob man die Existenz eines Wasserwerfers für Kinder ungewöhnlich finden dürfe. "Ernstd" ergänzt, ob die Kleinen damit auch Augen rausschießen dürften und spielt damit auf den Wasserwerfer-Einsatz der Stuttgarter Polizei bei der Demonstration gegen Stuttgart 21 an, bei dem ein Mann starke Verletzungen an den Augen davontrug. Andere User raten der Polizei dazu, den Tweet besser zu löschen. "BuddE" bezeichnet den Kinderwasserwerfer einfach nur als "Makaber".