Wahl in Berlin 2016

SPD gewinnt symbolische U 18-Wahl vor den Grünen

Kinder und Jugendliche sind nicht wahlberechtigt. Bei dieser Abstimmung aber schon. Einige etablierte Parteien schnitten schlecht ab.

Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin

Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin

Foto: dpa

Wenn es allein nach Kindern und Jugendlichen ginge, hätte die SPD die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 18. September gewonnen. Die SPD liegt mit 24,3 Prozent vor den Grünen mit 21,3 Prozent der Stimmen, wie der Deutsche Bundesjugendring am Freitag bekanntgab.

Die AfD erhielt bei der symbolischen U18-Wahl dagegen eine klare Absage. Die rechtspopulistische Partei käme mit einem Anteil von nur 3,9 Prozent der Stimmen nicht ins Parlament.

Die Union kommt auf 14,6 Prozent, gefolgt von der Linken mit 10,2 Prozent der Stimmen. Ins Parlament einziehen würde in der neuen Legislaturperiode nach dem Willen der jungen Wähler auch die Tierschutzpartei, die 8,7 Prozent holte. Die Piraten schaffen die Fünf-Prozent-Hürde mit 6,3 Prozent knapp.

Organisiert wurde die symbolische Wahl vom Netzwerk U18. An mehr als 200 Orten in Berlin konnten Kinder und Jugendliche ihre Stimme abgeben. An der Wahl nahmen 23 769 unter 18-Jährige teil; 901 Stimmen waren ungültig.

Der Ablauf der U18-Wahl gleicht den Angaben zufolge der Abgeordnetenhauswahl am 18. September: Die jungen Wähler bekommen in dem von ihnen ausgesuchten Wahllokal einen Stimmzettel für ihren Wahlkreis, kreuzen geheim Erst- und/oder Zweitstimme an und werfen den Stimmzettel in eine Wahlurne. Die Nachwuchswähler selbst zählen die Stimmen aus.