Springbrunnen

Berlins Brunnen kehren in öffentliche Hand zurück

Seit Jahren kümmern sich Privatbetriebe um den Betrieb der öffentlichen Brunnen in Berlin. Das soll sich jetzt wieder ändern.

Brunnen des Lustgartens

Brunnen des Lustgartens

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Seit Jahren konnte die öffentliche Hand in Berlin sich nicht mehr um den Betrieb und Unterhalt der öffentlichen Springbrunnen und Seefontänen kümmern. Die Folge: Lange lagen sie trocken. Inzwischen sprudeln sie wieder, weil private Unternehmen die Kosten für Betrieb und Unterhalt übernehmen.

Jetzt sollen die Wasserbetriebe sich um die Brunnen kümmern. Senat und Unternehmen unterzeichneten am Mittwoch eine Absichtserklärung, wie die Wasserbetriebe mitteilten.

Es geht um alle 270 öffentlichen Berliner Springbrunnen und Seefontänen. Die Wasserbetriebe sollen schrittweise die technische Betreuung übernehmen. Begonnen wird 2017 mit den Brunnen in Friedrichshain-Kreuzberg, 2019 sollen sieben weitere Bezirke hinzukommen, 2026 die restlichen.

Zurzeit unterhalten die Bezirke Verträge mit privaten Werbeunternehmen. Diese kümmern sich um die Brunnen und erhielten im Gegenzug die Erlaubnis zur Sondernutzung für Werbeanlagen im öffentlichen Straßenland. Das soll sich ändern, die Verträge, so die Wasserbetriebe, seien gekündigt worden.

Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) begründete den Schritt mit einem "erheblichen öffentlichen Interesse". Da die Berliner Wasserbetriebe bereits weitreichende Erfahrungen im Betrieb von unterschiedlichsten Brunnen im Land Berlin hätten, sei es sinnvoll, dass diese Aufgabe künftig ausgeweitet werde, so Geisel alut Mitteilung weiter.

Friedrichshain-Kreuzbergs Bezirksstadtrat Hans Panhoff begrüßte die Entscheidung. So werde sichergestellt, dass die Brunnen in dem Bezirk "gut erhalten bleiben und sich die Bewohner und Besucher der Stadt daran erfreuen können".