Eisenbahn

200 Kisten Geschichte: Bahn übernimmt Gottwaldt-Archiv

Fahrkarten, Fotos und Fahrpläne: 200 Kisten umfasst das Archiv des Eisenbahnhistorikers Alfred Gottwald.

Fahrkarten, Fotos und Fahrpläne aus zwei Jahrhunderten, Biografien jüdischer Eisenbahner: 200 Kisten umfasst das Archiv des Eisenbahnhistorikers Alfred Gottwald. Gut ein Jahr nach dem Tod des Berliners hat die Deutsche Bahn Stiftung es von den Nachkommen gekauft.

„Gottwaldt ist der wichtigste Holocaust-Forscher, wenn es um die Reichsbahn und die Deportationen geht“, sagte Bahn-Historikerin Susanne Kill der Deutschen Presse-Agentur. Gottwaldt hatte im Deutschen Technikmuseum Berlin bis 2014 mehr als drei Jahrezehnte lang die Abteilung Schienenverkehr geleitet.

Vier Historiker werden nun den Nachlass, der bis in die Anfangszeit der Eisenbahn zurückreicht, sichten - unterstützt unter anderem von der Stiftung Topographie des Terrors. Ziel sei es, Gottwaldts Sammlungen und Forschungsarbeiten zu erschließen und öffentlich zugänglich zu machen, sagte Kill. Der Nachlass solle eines Tages an das DB Museum in Nürnberg gehen.