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Oldtimer Schaufahrt

Am Wochenende versammelten sich Prominente und Oldtimerliebhaber zur „24 Tours du Pont“ in Potsdam

Tour du Pont, Potsdam, Kai Desinger

Tour du Pont, Potsdam, Kai Desinger

Foto: Massimo Rodari

Vorkriegsautos, Rennwagen aus den 70er-Jahren, ein Polizeiboot Baujahr 1934 oder eine Salonyacht aus den 1920er Jahren – die Gäste der dritten „24 Tours du Pont“ an der Glienicker Brücke in Potsdam hatten am Sonntag einiges zu entdecken. Während die jüngsten Besucher in die Havel sprangen, bestaunten die Erwachsenen die 130 Oldtimer, die auf dem Gelände vor der Villa Schöningen und um die Garage du Pont zu sehen waren.

„Neben den 12 Läufen der Tours du Pont steht heute zum ersten Mal auch ein Kids Race auf dem Programm“, sagte Veranstalter Kai Desinger. Das Tretautorennen der Kinder ließ auch er sich nicht entgehen. Auf einem Bobbycar war er mitten unter den Kindern dabei. Ein besonderer Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung sei die Durchfahrtskontrolle der Hamburg-Berlin-Klassik am Sonnabend gewesen.

Unter den Fahrern waren auch Schauspieler Richy Müller, die ehemalige Eisläuferin Katarina Witt und Leopold Prinz von Bayern. Am Sonntag waren Schauspieler Claus Theo Gärtner und Sportler Christian Schenk gekommen. Als prominente Fahrer saßen die Journalisten Ulrich Meyer und Georgia Tornow hinter dem Steuer. Sie seien in den vergangenen Jahren bereits als Zuschauer bei der Veranstaltung dabei gewesen und würden dieses Jahr zum ersten Mal selbst als Fahrer teilnehmen.

„Mein eigener Oldtimer ist noch nicht fertig gebaut, deshalb kann ich ihn hier noch nicht fahren“, so Ulrich Meyer. Oldtimer seien ein Stück Geschichte, Autos, die Menschen Freude machen würden, findet seine Ehefrau Georgia Tornow. Für die beiden ehemaligen Motorsportler Hans Herrmann und Klaus Ludwig sind die Oldtimer mehr als vergangene Geschichte. Er sei in einigen der ausgestellten Autos große Rennen gefahren, sagte Hans Herrmann. Für die „24 Tours du Pont“ sei er aus Stuttgart gekommen.

Kaum in Berlin gelandet, habe er sich wieder an seinen schweren Unfall auf der Avus erinnert. „Ich dachte, in Berlin sterbe ich“, sagt der 88-Jährige. Dass er den Unfall im Jahre 1959 überlebt habe, sei ein Wunder gewesen. Schwere Unfälle gab es an diesem Wochenende nicht. Um 18 Uhr beendeten die letzten Autos ihre Runden. Die Fahrer setzten sich mit kühlen Getränken ans Ufer und genossen den warmen Abend mit Blick auf die Havel.