Abgeordnetenwatch

Berlins Direktkandidaten wollen Flüchtlingen Arbeit erlauben

Eine Mehrheit der Direktkandidaten will das Arbeitsverbot für Asylbewerber abschaffen, ergab der Kandidaten-Check von Abgeordnetenwatch.

Wahlplakate in der Frankfurter Allee. Das Berliner Abgeordnetenhaus wählt am 18. September einen neuen Senat

Wahlplakate in der Frankfurter Allee. Das Berliner Abgeordnetenhaus wählt am 18. September einen neuen Senat

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Eine Mehrheit der Direktkandidaten zur Berliner Abgeordnetenhauswahl will das Arbeitsverbot für Asylbewerber abschaffen. Das geht aus dem Kandidaten-Check hervor, für den die Transparenzorganisation abgeordnetenwatch.de alle Kandidierenden in den 78 Berliner Wahlkreisen nach ihren Positionen gefragt hat. Am Freitag stellte abgeordnetenwatch.de die detaillierten Ergebnisse der Kandidatenbefragung zu insgesamt 20 Thesen vor. Beteiligt hatten sich 415 der 634 befragten Wahlbewerber.

>> Vergleichen Sie hier Ihre Meinung mit der der Direktkandidaten im Kandidatencheck <<

Das Arbeitsverbot für Asylbewerber wollen 326 Kandidierende abschaffen. Eine Mehrheit für diese Forderung gibt es unter den teilnehmenden Direktkandidaten bei allen großen Parteien mit Ausnahme der CDU. Von den teilnehmenden AfD-Kandidaten sprechen sich 50 Prozent ebenfalls für eine Abschaffung des Arbeitsverbotes aus. >> detaillierte Ergebnisse nach Parteien

Auch für einen Ausbau der Radinfrastruktur gibt es eine breite Mehrheit. Dass für den Ausbau von Radwegen auch Parkplätze oder Autospuren weichen müssen, befürworten 250 Kandidierende. Von den teilnehmenden SPD-Politikern sprachen sich sogar 80 Prozent für die These aus. >> detaillierte Ergebnisse nach Parteien

Dass die verantwortlichen BER-Manager persönlich in Haftung genommen werden sollten, verlangen 309 der Direktkandidierenden zur Abgeordnetenhauswahl. Am geringsten fällt die Zustimmung bei den Wahlbewerbern von CDU und FDP aus (43 bzw. 46 Prozent der teilnehmenden Kandidaten). >> detaillierte Ergebnisse nach Parteien

abgeordnetenwatch.de befragte die Direktkandidaten außerdem zu Themen wie Verbindlichkeit von Volksentscheiden, Videoüberwachung, den Weiterbau der A 100 und die Freigabe von Cannabis.

>> Alle detaillierten Ergebnisse finden Sie hier <<