CDU

Wegner wirft Berliner SPD "Integrationskitsch" vor

Generalsekretär Kai Wegner schimpft den Koalitionspartner SPD „feige“. Diese verrate die kleinen Leute und treibe Wähler zur AfD.

Kampagnenmanager Thomas Heilmann (v.l.), Landesvorsitzender Frank Henkel und Wahlkampfleiter Kai Wegner (alle CDU)

Kampagnenmanager Thomas Heilmann (v.l.), Landesvorsitzender Frank Henkel und Wahlkampfleiter Kai Wegner (alle CDU)

Foto: dpa Picture-Alliance / Britta Pedersen / picture alliance / dpa

CDU-Generalsekretär Kai Wegner hat Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) Feigheit vorgeworfen. Der Koalitionspartner SPD verschließe die Augen vor drängenden Problemen in der Hauptstadt und traue sich nicht, Konsequenzen aus unangenehmen Wahrheiten zu ziehen, kritisierte Wegner am Mittwoch.

„Die SPD verrät die kleinen Leute, denn diese wohnen oft in Kiezen, die von Alltagskriminalität, Gewalt und verrohten Sitten besonders betroffen sind. Wenn der SPD dazu nicht mehr einfällt als Toleranz und Weltoffenheit anzumahnen, treibt sie ihre eigene Kernklientel in die Arme der AfD.“

Bald habe Müller „alle möglichen Koalitionen durchdekliniert“

Stattdessen habe die SPD „nur billigen Integrationskitsch im Angebot“, meinte Wegner. Er bezog sich unter anderem auf Müllers Ablehnung eines Burka-Verbots. Mit seinen Koalitionsaussagen der vergangenen Tage beweise der Regierende Bürgermeister überdies Wankelmut.

„Wir warten gespannt, was Müller in den nächsten Tagen einfällt. Bald hat er alle möglichen Koalitionen durchdekliniert“, erklärte der CDU-Generalsekretär. Angesichts seiner durchwachsenen Umfragewerte solle er lieber die gemeinsamen Erfolge der rot-schwarzen Landesregierung herausstellen, die in Berlin eine Trendwende geschafft habe.