Stau

Britzer Tunnel gesperrt - wegen eines Gullydeckels

Ein defekter Gullydeckel sorgte am Dienstag für einen langen Stau. Die Polizei hat den Britzer Tunnel in Richtung Schönefeld gesperrt.

Kein guter Tag für Berlins Autofahrer. Der Tunnel Ortsteil Britz im Verlauf der Stadtautobahn A100 war am Dienstag fast den gesamten Tag über in Richtung Schönefeld gesperrt. Ursache war ein defekter Gullydeckel im Baustellenbereich, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Gradestraße abgeleitet. Ortskundige Autofahrer wurden von der Verkehrsinformationszentrale gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Auf der Stadtautobahn bildeten sich dennoch stadtauswärts kilometerlange Staus. Bereits am Vormittag musste die Polizei auf der A100 einen Fahrstreifen in Richtung Wilmersdorf zwischen Tunnel Rathenauplatz und dem Stadtring sperren. Grund dafür war eine Ölspur.

Bereits seit Ferienbeginn müssen Autofahrer auf dem Stadtring deutlich mehr Zeit einplanen. Hauptgrund sind Bauarbeiten auf der A113, dem Schönefeld-Zubringer. Bei Kontrollen war festgestellt worden, dass die erst elf Jahre alte Autobahn vom gefürchteten „Beton-Krebs“ befallen ist. Ein chemischer Vorgang sorgt dafür, dass sich der Beton zersetzt und die Fahrbahn zur gefährlichen Holperstrecke wird. Besonders betroffen ist der Abschnitt zwischen den Abfahrten Späthstraße und Adlershof.

Wiedereröffnung zum Ferienende angestrebt

Nach Aussagen von Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler hat sich während der Bauarbeiten herausgestellt, dass die Schäden größer als angenommen sind. Es müssen wesentlich mehr Flächen grundhaft instand gesetzt werden. Die besonders geschädigten Bereiche werden durch einen Fahrbahnaufbau aus Asphalt ersetzt. Dafür muss eine Richtungsfahrbahn gesperrt werden. Der Autoverkehr wird auf die andere Richtungsfahrbahn verlegt. Dort stehen für die Autos dann zwei Spuren pro Richtung zur Verfügung. Weil die Fahrspuren schmaler als üblich sind, ist die Höchstgeschwindigkeit auf 60 Stundenkilometer begrenzt.

Trotz des Mehraufwandes geht Gaebler davon aus, dass die Arbeiten bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen werden. Ab 3. September sollen wieder beide Fahrbahnen für den Autoverkehr zur Verfügung stehen. Die Reparatur kostet etwa drei Millionen Euro, die Kosten übernimmt der Bund.