Migration

Missstände in Unterkünften: Reinhardt fordert Konsequenzen

dpa
Fabio Reinhardt (Piratenpartei) fordert Konsequenzen.

Fabio Reinhardt (Piratenpartei) fordert Konsequenzen.

Foto: dpa

Vorwürfe gegen den Betreiber von Flüchtlingsheimen gab es schon länger - nun ordnete Sozialsenator Czaja die Kündigung an. Das Unternehmen sieht sich als Opfer im laufenden Wahlkampf.

Berlin. Nach der Kündigung eines Betreibers von Flüchtlingsunterkünften in Berlin fordert Fabio Reinhardt (Piratenpartei) Konsequenzen. Es müssten einheitliche Standards für Flüchtlingsheime definiert werden, sagte Reinhardt am Dienstag im Inforadio des RBB. Es sollte ein Beschwerdemanagement und Sanktionsmöglichkeiten bei Verstößen dagegen geben. Reinhardt warf Sozialsenator Mario Czaja (CDU) erneut vor, zu spät auf die seit langem bekannten Missstände bei der Professionellen Wohn- und Betreuungsgesellschaft mbH (PeWoBe) als Betreiber von Flüchtlingsunterkünften reagiert zu haben.

Die Berliner Sozialverwaltung hatte am Montag eine fristlose und parallel dazu auch eine fristgemäße Kündigung der Betreiberverträge der PeWoBe ausgesprochen. Das Unternehmen kündigte an, dagegen juristisch vorzugehen. Betroffen sind neun Heime mit derzeit rund 3000 Bewohnern. Gegen die Firma gibt es seit Wochen schwere Vorwürfe, die jüngsten beziehen sich auf interne E-Mails mit menschenverachtenden Inhalten. Sie waren Anlass für die Kündigungen.

( dpa )