Dauerärgernis

Die „Dauerkaputtampel“ von Tegel wird nun repariert

Seit Monaten ist eine Ampel in Tegel defekt. Ab Mittwoch soll sie erneuert werden. Dafür wird der Bahnübergang Gorkistraße gesperrt.

Die Ampelanlage an der Ecke Buddestraße und Gorkistraße ist seit Juni vorigen Jahres nicht mehr in Funktion

Die Ampelanlage an der Ecke Buddestraße und Gorkistraße ist seit Juni vorigen Jahres nicht mehr in Funktion

Foto: Joerg Krauthoefer

Erleichterung bei vielen Tegel-Bewohnern: Nach nunmehr 14 Monaten Ausfallzeit wird die Lichtsignalanlage an der Kreuzung Buddestraße und Gorkistraße endlich erneuert. Am Mittwoch beginnen die Bauarbeiten, wie der Reinickendorfer Verkehrsstadtrat Martin Lambert (CDU) bestätigte. Verbunden ist damit allerdings ab 5 Uhr eine fast zweiwöchige Sperrung der Gorkistraße in Höhe des Bahnübergangs. Bis voraussichtlich 20. August kann dieser nur von Fußgängern und Radfahrern überquert werden.

Drei BVG-Linien werden umgeleitet

Der Autoverkehr und auch die Busse der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) werden über Buddestraße, Waidmannsluster Damm und Ziekowstraße umgeleitet. Betroffen davon sind die Buslinien 124, 125 und 222 sowie die Nachtbusverbindungen N22, N24 und N33. Auch einige Haltestellen werden verlegt. Es muss zudem mit teils erheblich längeren Fahrzeiten gerechnet werden, so die BVG. Die Züge der S-Bahnlinie S25 fahren hingegen ohne Einschränkungen weiter.

Während der Betriebszeiten der S-Bahn setzt die Bahn Sicherungsposten ein, die den Fußgängern das überqueren der Bahngleise ermöglichen sollen. „Zwar wird die Vollsperrung des Bahnübergangs zu weiteren Belastungen für die Verkehrsteilnehmer führen. Vor dem Hintergrund der dann hoffentlich wieder hergestellten ehemaligen Situation überwiegt aber die Freude, dass die Verkehrslenkung in Zusammenarbeit mit der S-Bahn endlich eine Lösung gefunden hat“, sagte Lambert der Berliner Morgenpost.

Defekt seit Juni vergangenen Jahres

Die wichtige Signalanlage in Tegel hatte bereits berlinweit traurige Berühmtheit als „Dauerkaputtampel“ erzielt. Nach einem Ausfall im Juni 2015 dauerte es Monate, bis die Verantwortlichen zu dem Ergebnis kamen, dass eine Reparatur wegen fehlender Ersatzteile nicht möglich ist. Verschärft wurde die Situation durch eine technische Besonderheit der Anlage. So ist die Ampel an der Buddestraße Ecke Gorkistraße gekoppelt mit den Schranken am Bahnübergang. Dadurch sollten Rückstaus auf der Buddestraße verhindert werden. Während für die Straßenampel die Sentaverkehrsverwaltung zuständig ist, liegt die Signalisierung am Bahnübergang in der Verantwortung der Deutschen Bahn. Deren Arbeiten müssen wiederum von Eisenbahn-Bundesamt abgesegnet werden.

Langwierige Abstimmungsprozesse

Zudem gestalteten sich die Abstimmungsprozesse zwischen allen Beteiligten offenbar als sehr schwierig und zeitaufwendig. Erst Anfang Mai gab es dann die Ankündigung, dass die Ampeln erneuert werden können. Teuer wird es allerdings auch: Allein die Senatsverkehrsverwaltung rechnet mit Kosten in Höhe von 140.000 Euro. Ab 20. August, so hofft Reinickendorfs Verkehrsstadrat Lambert, kann die ursprüngliche Verkehrsführung wieder hergestellt werden. „Lange genug hat es ja gedauert.“