Ausstellung

Reise zu Ursprüngen des Sonnensystems im Naturkundemuseum

Das Berliner Naturkundemuseum zeigt eine Ausstellung mit Einblicken in die Raumfahrtmission „Rosetta“.

Eine Besucherin betrachtet im Naturkundemuseum in Berlin ein Modell des Kometen Churyumov-Gerasimenko im Maßstab 1:1000, der als Größenvergleich auf dem Stadtplan von Berlin-Mitte steht.

Eine Besucherin betrachtet im Naturkundemuseum in Berlin ein Modell des Kometen Churyumov-Gerasimenko im Maßstab 1:1000, der als Größenvergleich auf dem Stadtplan von Berlin-Mitte steht.

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Man nennt sie gern Vagabunden des Sonnensystems. Sie kommen aus den Tiefen des Alls, rasen an den Planeten vorbei, umkreisen die Sonne und verschwinden wieder. Kometen haben die Menschen schon immer fasziniert. Jetzt widmet das Berliner Naturkundemuseum den Kometen eine Sonderausstellung. Entstanden ist diese in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Max-Planck-Gesellschaft.

Die Partner aus der Forschung legen es schon nahe: Es geht nicht nur um eine Beschreibung der Himmelskörper, vielmehr sollen auch Forschungsergebnisse präsentiert werden. Hintergrund ist eine spektakuläre Raumfahrtmission aus dem Jahr 2014. Damals war die europäische Sonde „Rosetta“ zum Kometen Churyumov--Gerasimenko geflogen. Der in Deutschland entwickelte Lander „Philae“ war in einem abenteuerlichen Himmelsritt auf dem Objekt gelandet und hatte es als mobiles Labor analysiert.

Es war die erste und bislang einzige Mission dieser Art und das Wissenschaftsereignis des Jahres 2014. Jetzt liegen zahlreiche Ergebnisse der Auswertungen vor, die das Naturkundemuseum vorstellt. Es sollte unter anderem herausgefunden werden, wie sich ein Komet zusammensetzt, welche physikalischen Eigenschaften er hat und ob Kometen Bausteine für Leben auf die Erde brachten.

Die Ausstellung läuft bis Januar 2017

Nun weiß man, dass Kometen eisige, löchrige Staubbälle sind, die, anders als erwartet, eine harte Oberfläche haben und dass Kometen wohl doch kein Wasser auf die Erde brachten. Die Mission brachte auch Bilder von der Landschaft des Kometen.

Die Ausstellung wird länger gehen als die Mission (30. September 2016). Die Ausstellung „Kometen. Die Mission Rosetta. Eine Reise zu den Ursprüngen des Sonnensystems“ können sich Besucher von heute bis zum 24. Januar 2017 ansehen. Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt fünf Euro.

Museum für Naturkunde, Invalidenstraße 43, Mitte. U6 Naturkundemuseum, Tram 12, M5/8/10, Bus 120/123/142/245. Di.–Fr., 9.30–18 Uhr, Sbd., So., Feiertag 10–18 Uhr.