Berlin

Spitzeninstitut für Gesundheit in Berlin wächst

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Mehrere Hundert Mediziner arbeiten im BIG zusammen

Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIG) entwickelt sich nach Auffassung des Senats gut. In dem aktuellen Jahresbericht, den der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres (SPD) jetzt vorgelegt haben, verweisen die Autoren auf die Erfolge des letzten Jahres. In dem 2013 gegründeten und seit April 2015 bestehenden Institut arbeiten mittlerweile „mehrere Hundert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Charité und Max-Delbrück-Centrum zusammen“, heißt es in dem Bericht an das Abgeordnetenhaus. „Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die Entscheidung, ein zentrales Gebäude für das BIG auf den Weg zu bringen.“

Auf dem Campus Charité in Mitte soll ein Innovationszentrum entstehen. Die Baukosten sollen knapp 60 Millionen Euro betragen. Den größten Anteil daran steuert das BIG bei (33 Millionen Euro), den Rest tragen die Charité (15,1 Millionen Euro) und das Land Berlin (zehn Millionen). Mit dem Ende der Aufbauphase steht jetzt inhaltliche Schwerpunktsetzung und die Erstellung eines strategischen Plans im Vordergrund. Zusammen mit der Rekrutierung des dafür nötigen Spitzenpersonals soll diese Phase in drei Jahren abgeschlossen sein. Ziel des BIG ist es, die Erkenntnisse der Forschung schneller in wirksame Therapien für Patienten einfließen zu lassen. Zu den bislang geförderten Projekten des BIG gehören Forschungsprogramme zur besseren Behandlung von Krebs- und Alzheimer-Erkrankungen.

Ein Leuchtturm in der Wissenschaftslandschaft

Das BIG gehört zu den Leuchtturm-Einrichtungen der Berliner Gesundheitswirtschaft, weil es die Erforschung und Behandlung von Krankheiten besser miteinander verzahnen soll. In den vergangenen beiden Jahren konnten bereits zahlreiche Spitzenmediziner für die Zusammenarbeit gewonnen werden. Vorstandsvorsitzender des Instituts ist Erwin Böttinger. Böttinger ist Experte für „personalisierte Medizin“. Das BIG wird zum größten Teil vom Bund finanziert. In den kommenden Jahren erhält es 300 Millionen Euro. Außerdem stellt Stifterin Johanna Quandt 40 Millionen Euro für das Institut bereit.

( -ker )