Großbordell Artemis

Artemis-Betreiber prüfen Forderung auf Schadenersatz

Mehr als drei Monate verbrachten die Artemis-Betreiber in U-Haft. Nun verlangen sie einen Ausgleich für entgangene Einnahmen.

Mehr als drei Monate verbrachten die Artemis-Betreiber in Untersuchungshaft

Mehr als drei Monate verbrachten die Artemis-Betreiber in Untersuchungshaft

Foto: Paul Zinken / dpa

Gut dreieinhalb Monate haben die Betreiber des Großbordells Artemis, Kenan und Ismail S., in Untersuchungshaft verbracht. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft wogen schwer. Den Männern wurde unter anderem Menschenhandel, Förderung der Prostitution und Steuerhinterziehung vorgeworfen.

Nach der Freilassung am Freitag vergangener Woche wollen die Betroffenen nun Schadenersatz verlangen. Zumindest werde dies geprüft, bestätigte einer der Rechtsvertreter, der Anwalt Ulrich Wehner.

„Ob die Justiz zur Verantwortung gezogen werden kann, wird noch zu prüfen sein. Mein Mandant hat dafür bereits mit fast vier Monaten seiner Lebenszeit gehaftet“, so der Rechtsanwalt. Bei diesen Überlegungen gehe es auch um entgangene Einnahmen.