Biss-Bilanz

Diese Hunde schnappen in Berlin am häufigsten zu

In Berlin sind im vergangenen Jahr 584 Menschen von Hunden gebissen oder gefährlich attackiert worden.

Frauchen und ihr Huskymischling gehen Gassi in Berlin

Frauchen und ihr Huskymischling gehen Gassi in Berlin

Foto: Florian Schuh / picture alliance / dpa Themendie

Im vergangenen Jahr sind in Berlin nach Angaben des Senats 584 Menschen von Hunden gebissen oder gefährlich attackiert worden. Das geht aus einer Anfrage der Grünen-Abgeordneten Claudia Hämmerling an das Abgeordnetenhaus hervor.

Damit ist die Zahl der gemeldeten Angriffe im Vergleich zu 2014 leicht um rund 2,8 Prozent zurückgegangen. Damals waren insgesamt 601 Menschen gebissen oder wild angesprungen worden. Nur bei wenigen Vorfällen spielten Hunde eine Rolle, die wie Pit Bull oder American Staffordshire Terrier in einer Liste als gefährlich eingestuft sind. 2014 bissen oder attackierten sie 28 Personen. im Jahr 2015 waren es 32 Menschen.

Die meisten Attacken auf Menschen gingen im vergangenen Jahr in 179 Fällen von Mischlingshunden aus, gefolgt von Deutschen Schäferhunden mit 62 Fällen. Rang Drei in der „Beißstatistik“ nehmen Golden Retriever und Labrador Retriever mit 19 Angriffen ein, fast ebenso viele Beißattacken (17) wurden von Rottweilern registriert. Rang fünf belegten im Vorjahr die als Dachshunde geführten Dackel mit 16 Vorfällen, die 2014 nur fünf Mal negativ aufgefallen waren.

Die Angaben der Senatsverwaltung für Justiz enthalten allerdings keine Angaben darüber, wie viele der zum Jahresende 2015 in Berlin steuerlich gemeldeten 102.597 Hunde jeweils welcher Rasse angehören. Im Vorjahr wurden 1685 Ordnungswidrigkeiten gegen das Hundegesetz geahndet. Aus 893 eingeleiten Bußgeldverfahren wurden schließlich 439 Bußgelder verhängt. In 353 weiteren Fällen kamen die Halter der Vierbeiner mit Verwarnungen davon.