Neuer Service

Kostenloses Internet in der U-Bahn

Auf insgesamt 76 Bahnhöfen in Berlin soll das Surfen bald möglich sein. Auch die Buslinien 200 und 204 testen das Angebot.

Berlin Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bauen ihr öffentliches Wlan-Netz auf den U-Bahnhöfen deutlich aus. Von derzeit 26 Bahnhöfen, die mit einem kostenfreien Internetzugang ausgestattet sind, soll das Angebot noch in diesem Jahr auf 76 Bahnhöfe ausgeweitet werden. Bereits Ende des Jahres sollen dann rund eine Million U-Bahn-Fahrgäste täglich das Angebot nutzen können. Ob darüber hinaus weitere der insgesamt 173 Bahnhöfe mit kostenlosem Internetzugang ausgestattet werden, ist noch nicht klar.

„Im August letzten Jahres haben wir das BVG Wi-Fi erstmals auf dem U-Bahnhof Osloer Straße getestet, und unsere Fahrgäste haben das Angebot sehr gut angenommen“, sagte BVG-Chefin Sigrid Nikutta am Mittwoch. „Das BVG Wi-Fi ist nicht nur kostenlos, sondern auch vollkommen unkompliziert in der Benutzung.“ Um über den BVG-Zugang in das Internet zu gelangen, ist keine Anmeldung erforderlich. Es reicht aus, die Wlan-Funktion am Gerät zu aktivieren und die Geschäftsbedingungen zu akzeptieren.

Diese Stationen bekommen Wlan

Zuletzt profitierten die Fahrgäste an den Stationen Mehringdamm, Möckernbrücke, Gleisdreieck (Ebene U2), Hausvogteiplatz, Bülowstraße, Rosa-Luxemburg-Platz, Hermannplatz und Leopoldplatz von dem neuen Service. Auf den dortigen Bahnsteigen ist das kostenlose BVG Wi-Fi bereits in Betrieb. Am Mittwoch wurde dann der Bahnhof Zoologischer Garten in das Wlan-Netz aufgenommen.

Weitere Bahnhöfe folgen nach BVG-Angaben in den kommenden Wochen und Monaten, darunter Umsteigeknoten wie Rathaus Spandau, aber auch stark touristisch frequentierte Stationen wie etwa die an der Friedrichstraße, der Kochstraße und am Brandenburger Tor.

Erste Ausbaustufe: 4,9 Millionen Euro für Berliner Wlan

Die Bahnhöfe werden in zwei Varianten mit dem Internetzugang ausgestattet. In großen Umsteigeknotenpunkten wie Zoologischer Garten soll das Angebot fast flächendeckend zur Verfügung stehen, an anderen Bahnhöfen wird vor allem die Bahnsteigmitte mit einem sogenannten Accesspoint ausgestattet, über den das Surfen im Internet ermöglicht wird. Die Kosten für die erste Ausbaustufe liegen bei rund 4,9 Millionen Euro.

Auch in den Bussen der BVG soll künftig mehr kostenloses Surfen möglich sein. „Wir rüsten auch 30 Busse mit Wlan aus, darunter die vier E-Busse der Linie 204“, sagte Nikutta. Die Linie verbindet das Südkreuz mit dem Zoo. Außerdem sollen auch 26 Busse, die auf der Linie 200 zwischen Zoo und Michelangelostraße in Prenzlauer Berg fahren, Wlan erhalten. „Bis Ende des Jahres wollen wir sehen, wie das Angebot bei den Fahrgästen ankommt und wie gut die Technik funktioniert.“

Mit den Plänen der BVG steigt die Ausstattung öffentlicher Plätze mit Internetangebot. Nach achtjähriger Vorlaufzeit hat auch der Senat erste Internetzugänge an großen Plätzen wie dem Brandenburger Tor installiert. Ziel ist es, in den kommenden Monaten die Innenstadt innerhalb des S-Bahnringes fast flächendeckend mit entsprechenden Sendeantennen auszustatten. Das Angebot des Senats wird vor allem über Werbung finanziert, die auf dem Bildschirm erscheint, bevor der Internetzugang kostenfrei ermöglicht wird.

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