Gegendemonstration

Tausende wollen sich in Berlin rechter Demo entgegenstellen

Ein rechtspopulistisches Bündnis will am Sonnabend erneut durch Berlin ziehen. Dagegen wollen Tausende protestieren.

Die rechtspopulistische Demonstration mit dem Titel „Merkel muss weg“ Mitte März im Berliner Regierungsviertel

Die rechtspopulistische Demonstration mit dem Titel „Merkel muss weg“ Mitte März im Berliner Regierungsviertel

Foto: imago/Christian Ditsch

Mehrere tausend Menschen wollen sich an diesem Sonnabend in Berlin einem erneuten Aufmarsch von rechtspopulistischen Gruppen entgegenstellen.

Parteien und linke Gruppen mobilisieren dafür unter dem Motto „Für ein solidarisches Berlin – gegen rechte Hetze“. Die Gegendemonstration soll gegen 12.30 Uhr am Alexanderplatz beginnen und am Hauptbahnhof enden.

Im Mai hatten knapp 8000 Menschen an ähnlichen Gegenkundgebungen teilgenommen, um ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu setzen.

Im Mai 1800 Menschen bei rechtspopulistischer Demo

Veranstalter der dritten rechtspopulistischen Demonstration mit dem Titel „Merkel muss weg“ ist das Bündnis „Wir für Berlin & Wir für Deutschland“, das mit Bewegungen wie „Pro Deutschland“ zusammenarbeitet. Die Demonstration beginnt um 15 Uhr am Hauptbahnhof.

Im Mai kamen rund 1800 Menschen auf die Straßen im Regierungsviertel, im März waren es 3000, darunter auch Neonazis. Ob es jetzt wegen der aktuellen Amokläufe und Terroranschläge mehr Teilnehmer sein werden, ist offen.

Technoparade "Zug der Liebe" zieht durch die Stadt

Gleichzeitig findet am Sonnabendnachmittag in Berlin wieder eine Technoparade mit dem Titel „Zug der Liebe“ statt. Einige zehntausend tanzende und feiernde Menschen werden erwartet.

Sie ziehen vom Anfang der Karl-Marx-Straße am Alexanderplatz Richtung Friedrichshain, dann entlang der Spree bis zur Elsenbrücke und zum Treptower Park.

Die Veranstalter sehen ihre Party nicht in der Nachfolge der Love Parade, sondern als nicht kommerzielle Demonstration für mehr Nächstenliebe.