Nach Ansbach und Würzburg

Henkel: Haben einige völlig verrohte Personen importiert

Nach den Gewaltexzessen der letzten Tage fordert der Innensenator eine Debatte über den Islamismus und warnt vor Pauschalurteilen.

Berlins CDU-Landeschef Frank Henkel

Berlins CDU-Landeschef Frank Henkel

Foto: dpa Picture-Alliance / MIKE WOLFF TSP / picture-alliance

Nach dern Attacken von Würzburg, Reutlingen und Ansbach sowie dem Amoklauf in München meldete sich am Montag Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) mit einem Statement zu Wort. Er sprach den Verletzten und Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus und forderte gleichzeitig Ehrlichkeit in Bezug auf die mutmaßlichen Täter.

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„Zur Ehrlichkeit gehört, dass es in Würzburg, Reutlingen und Ansbach jüngst einige abscheuliche Gewaltverbrechen gegeben hat, die von Flüchtlingen begangen wurden... Niemand darf sich etwas vormachen: Wir haben offenbar einige völlig verrohte Personen importiert, die zu barbarischen Verbrechen fähig sind, die in unserem Land bislang kein Alltag waren“, erklärte Henkel.

Der CDU-Politiker forderte eine offensive Auseinandersetzung mit dem Thema Islamismus. warnte aber auch vor einer Instrumentalisierung durch Rechtspopulisten. Die Bevölkerung müsse sich gegen diejenigen stellen, „die mit den Taten einiger barbarischer Verbrecher jetzt Stimmung gegen alle Flüchtlinge in unserem Land machen wollen“, sagte Henkel. Es sei eine enorme Herausforderung, „tickende Zeitbomben“ zu identifizieren. Die Behörden müssten genau wissen, wer sich im Land aufhalte. Asylbewerber, deren Antrag abgelehnt wurde, sollten Deutschland schnell wieder verlassen, forderte der Innensenator.