Plakatkampagne

Schwule gegen Muslime: Müller kritisiert Kampagne der AfD

Vor dem CSD wirbt die AfD mit einem Plakat um Stimmen aus der schwulen Community. Müller nennt die Kampagne "widerlich".

Foto: Bernd Wüstneck / dpa

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat ein Plakat der AfD scharf kritisiert.

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Michael Müller, der auch SPD-Landesvorsitzender ist, teilte am Freitag mit: „Es ist widerlich, wie die AfD nun mit einer Plakatkampagne versucht, Lesben und Schwule gegen Muslime aufzuhetzen.“ Dabei lasse die AfD selber keine Gelegenheit aus, „homosexuelle Lebensweisen auf das Übelste zu diskreditieren“.

Acht Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl und kurz vor der Parade zum Christopher Street Day lässt die AfD in Berlin Transporter mit Plakaten herumfahren. Das kritisierte Plakat zeigt zwei Männer und den Satz: „Mein Partner und ich legen keinen Wert auf die Bekanntschaft mit muslimischen Einwanderern, für die unsere Liebe eine Todsünde ist.“ Auf einem anderen Plakat behauptet ein junger Mann mit Vollbart und Wollmütze, sein „marokkanischer Dealer“ werde komplett vom Staat finanziert, irgendwas in Deutschland sei daher „oberfaul“.

Müller betonte, er stehe für eine Stadt, „in der alle Menschen leben, lieben und glauben dürfen, wie sie es möchten“. Weltoffenheit, Toleranz und Akzeptanz unterschiedlicher Lebensentwürfe seien die Grundlage für ein freies und friedliches Zusammenleben.