Abi-Ergebnisse

Abitur in Berlin: Das sind die besten Schulen der Hauptstadt

Mehr als 14.000 Berliner Schüler haben die Prüfungen bestanden, im Durchschnitt mit der Note 2,4.

Die Bestnote 1,0 wurde 270 mal in Berlin vergeben

Die Bestnote 1,0 wurde 270 mal in Berlin vergeben

Foto: Tobias Kleinschmidt / dpa

Die Berliner Abiturienten haben in diesem Schuljahr mit einem Notendurchschnitt von 2,4 abgeschlossen. Damit liegt das Niveau auf exakt der gleichen Höhe wie schon in den vergangenen Jahren. Das teilte die Senatsverwaltung für Bildung am Freitag mit, nachdem sie die Ergebnisse der Abiturjahrgänge aller Gymnasien, Sekundarschulen, Oberstufenzentren, Abendschulen und der meisten Privatschulen ausgewertet hatte.

Mehr Schüler mit Traumnoten, aber auch mehr durchgefallen

Insgesamt 14.185 Schüler haben in diesem Schuljahr das Abitur abgelegt, das sind 645 mehr als im vergangenen Jahr. Den Traumdurchschnitt von 1,0 haben 270 Schüler erreicht, mit 1,1 schlossen 433 Schüler ab. Bei diesen Spitzennoten gibt es im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 117 Schüler. Das beste Ergebnis berlinweit hatte eine Schülerin des Arndt-Gymnasiums in Dahlem mit 900 Punkten. Dieser Wert wurde laut Bildungsverwaltung seit der zentralen Abiturauswertung noch nie erreicht. Es ist das beste Ergebnis, das überhaupt möglich ist. „Diese Traumnoten zeigen neben anderen Faktoren in besonderer Weise, dass das Berliner Schulsystem auf dem richtigen Weg ist“, sagte die Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Freitag.

Allerdings gab es nicht nur mehr Spitzenschüler sondern auch mehr Schüler, die in diesem Jahr durchgefallen sind. Der Anteil der Schüler, die die Prüfung nicht bestanden hat, liegt bei 3,3 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote bei 2,7 Prozent. Die große Mehrheit von 96,7 Prozent hat die Hürde der Abi-Prüfungen jedoch geschafft. Die Bildungssenatorin sieht sich durch diesen Wert bestärkt darin, an den Prüfungen für den Mittleren Schulabschluss in den zehnten Klassen an den Gymnasien festzuhalten. Dadurch seien sie gut auf die Abiturprüfungen vorbereitet, so Scheeres. Der Koalitionspartner CDU setzt sich für die Abschaffung der MSA-Prüfungen an den Gymnasien ein.

Scheeres: Erfolgreiche Integration in Berlin

Besonders erfreulich: Der Anteil der Abiturienten, für die Deutsch nicht die Herkunftssprache ist, hat sich von 18,1 auf 18,9 Prozent leicht erhöht. Das sei ein Beleg für die zunehmend erfolgreiche Integration in Berlin, sagte Scheeres.

Unter den Schulen mit den besten Ergebnissen sind auch in diesem Jahr alte Bekannte: Den besten Abiturdurchschnitt hat die Berlin Cosmopolitan School mit 1,4, allerdings gab es hier nur 13 Abiturienten. An zweiter Stelle folgt mit der Evangelischen Schule Frohnau (Durchschnitt 1,7) ebenfalls eine freie Schule. Spitzenreiter unter den staatlichen Gymnasien ist in diesem Jahr das Rosa-Luxemburg-Gymnasium in Pankow mit einem Durchschnitt von 1,86. Damit liegt es etwa gleichauf mit dem Evangelischen Gymnasium zum Grauen Kloster in Schmargendorf.

Das Rosa-Luxemburg-Gymnasium hat mehrere Schnelllerner-Klassen für besonders begabte Schüler und zählt unter anderem auch deshalb immer wieder zu den leistungsstarken Schulen. Ebenfalls eine der besten Schulen ist das Französische Gymnasium in Tiergarten.

Unter den Top Ten findet sich auch das Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium in Friedrichshain. An der Schule mit musikalischem Schwerpunkt haben die Schüler zusätzlich zum normalen Unterrichtspensum vier Stunden Ensembleproben pro Woche. Auch das Heinrich-Hertz-Gymnasium mit dem mathematischen Schwerpunkt gehört wieder zu den erfolgreichsten Schulen. Das Gymnasium Steglitz, in dem nur begabte Schüler ab der fünften Klasse aufgenommen werden, landet mit einem Durchschnitt von 1,95 auf Platz sechs.

Wenig überraschend sind auch die Spitzenreiter der Sekundarschulen mit der Nelson-Mandela-Schule in Charlottenburg und der John-F.-Kennedy-Schule in Zehlendorf. Beide Schulen unterrichten in großen Teilen in Englisch. Bei den beruflichen Gymnasien liegt das Oberstufenzentrum für Gesundheit Rahel Hirsch in Hellersdorf neben der Staatlichen Ballettschule in Prenzlauer Berg ganz vorn.

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