Moabit

Windpockenalarm in Registrierungsstelle für Flüchtlinge

130 Flüchtlinge mussten eine Registrierungsstelle in Moabit verlassen, weil dort Windpocken ausgebrochen waren.

Aus der Registrierungsstelle für Flüchtlinge an der Kruppstraße in Moabit sind am frühen Dienstagabend mehr als 130 Menschen mit einem Bus der Feuerwehr in Unterkünfte gebracht worden. Der Grund war ein Windpockenalarm. Bei sechs Asylbewerbern seien Windpocken festgestellt worden, sagte die Sprecherin der Senatssozialverwaltung, Regina Kneiding, der Berliner Morgenpost. Sie seien umgehend in eine geeignete Unterkunft in Tempelhof-Schöneberg gebracht worden.

Vorsorglich habe man dann alle übrigen rund 130 Flüchtlinge, die sich zu dieser Zeit in der Registrierungsstelle Kruppstraße aufgehalten haben, in die Notunterkunft Mertensstraße in Spandau gefahren, so Kneiding. Dort könnten sie vorsorglich isoliert werden. Um eine Ansteckungsgefahr auszuschließen, sollten die Flüchtlinge nicht die BVG benutzen, daher wurde der Feuerwehrbus geordert.

Dass sich so viele Flüchtlinge in der Registrierungsstelle aufhalten, ist bei dem derzeitigen Asylbewerberzugang ungewöhnlich. Kneiding erklärte das mit einem Computerausfall in der Behörde am Montag. Deshalb hätten etliche Flüchtlinge am Dienstag noch einmal in die Kruppstraße kommen müssen.