Statistik

Gefährdete Kinder: Jugendämter leiten mehr Verfahren ein

Der starke Anstieg hat auch mit einer Anpassung der Erfassung in einzelnen Bezirken zu tun.

Die Zahl der Verfahren zur Kindeswohlgefährdung ist in Berlin innerhalb eines Jahres um 22,7 Prozent gestiegen. Das geht aus einer neuen Erhebung des Landesamtes für Statistik hervor. Mussten demnach die Jugendämter 2014 11.772 Mal eingreifen, war es 2015 bereits 14.441 Mal. In der Hälfte der Fälle wurde das Wohl der betroffenen Kinder und Jugendlichen als akut oder latent gefährdet eingestuft. Der starke Anstieg hat auch mit einer Anpassung der Erfassung in einzelnen Bezirken zu tun. In Tempelhof-Schöneberg etwa, wo sich die Zahl verdoppelt hat, wurden leichtere Fälle 2014 noch nicht unter dem Stichwort Kinderschutz eingestuft, heißt es aus dem Bezirk.