Gaslaternenmuseum

So kaputt sind die historischen Leuchten im Tiergarten

Im Tiergarten sind etwa 90 historische Lampen Teil des Gaslaternenmuseums. Doch viele können nicht mehr leuchten.

Viele Gaslaternen des Freiluftmueseums im Tiergarten sind beschädigt oder abmontiert

Viele Gaslaternen des Freiluftmueseums im Tiergarten sind beschädigt oder abmontiert

Foto: Steffen Pletl

Der am besten ausgeleuchtete Weg im Großen Tiergarten wird immer mehr zu einem dunklen Pfad. Denn viele der dort eigens aufgestellten Gaslaternen können allabendlich nicht mehr leuchten.

Entweder ist der Gasstrumpf oder auch der Zünder zerstört worden. An einigen haben inzwischen Vögel ein Nest eingebaut. Grund genug um über die Zukunft des 1978 eingerichteten Gaslaternenmuseums nahe dem S-Bahnhof Tiergarten nachzudenken.


Bis zur Mitte der 90er-Jahre war die einzigartige und funktionstüchtige Sammlung historischer Gaslaternen auf mehr als 90 Laternen angewachsen. Doch heute leuchtet nur noch ein geringer Teil. Nach und nach mussten in den letzten Jahren einzelne Exemplare dieser oft recht kunstvoll gestalteten Lichtmasten für notwendige Instandsetzungsarbeiten demontiert werden.

Verlegung der Sammlung geplant

„Die Schäden resultieren ganz überwiegend aus Vandalismus, es handelt sich hauptsächlich um zerstörte Glasschalen, Graffitischmierereien und Diebstahl, u.a. Buntmetall“, heißt es von Seiten des Senates auf eine schriftliche Anfrage der Abgeordneten Jutta Matuschek (Linke).

Die Kosten für die Widerherstellung des einzigartigen Freiluftmuseums beziffert demnach der Senat mit etwa 200.000 Euro. Geplant ist die Verlegung der Sammlung aus dem Tiergarten auf das Areal am Deutschen Technik Museum. Derzeit werde geprüft inwieweit die Gasleuchten auf dem Außengelände des Museums präsentiert werden können.

Spätestens wenn die letzte Gaslaterne umgesetzt worden ist, wird es dunkel im Park.