Prozess

Drogenschmuggel per Luftpost - Angeklagter schweigt

Ein 33-Jähriger soll einen Schmuggel von Haschisch per Luftpost von Nepal nach Berlin organisiert haben. Jetzt steht er vor Gericht.


Fertig gedrehte Joints in einem Coffee-Shop in Amsterdam

Fertig gedrehte Joints in einem Coffee-Shop in Amsterdam

Foto: Cor Mulder / picture-alliance / dpa

Ein 33-Jähriger soll als Kopf einer internationalen Drogenbande einen Schmuggel von Haschisch per Luftpostpaket von Nepal nach Berlin organisiert haben. Sieben Monate nach seiner Verhaftung schwieg der Barkeeper zu Prozessbeginn am Dienstag vor dem Landgericht zunächst zu den Vorwürfen. Angeklagt sind zwei Fälle, in denen jeweils fünf Kilogramm Haschisch – getarnt als Teelieferung – per Luftpostpaket von Südasien nach Berlin geschickt wurden.

Der 33-Jährige soll Ermittlungen zufolge Ende 2014 eine mehrköpfige Tätergruppierung gegründet haben. Als Drahtzieher der mutmaßlichen Bande habe er die Einfuhr des Rauschgiftes organisiert und Mittäter im Ausland angeworben. Zwei in Berlin lebende Frauen hätten unter anderem Verkaufserlöse verwahrt und dem Angeklagten überwiesen.

Auslöser des Verfahrens war ein Drogenfund im Internationalen Postzentrum am Frankfurter Flughafen im Februar 2015. Fahnder hatten in einem Paket fünf Kilogramm Haschisch entdeckt. Die Spur führte zu einer Berlinerin. Sie wurde nach einem Teilgeständnis im August 2015 zu fünf Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Der Barkeeper wurde vier Monate später in den Niederlanden festgenommen. Der Prozess wird am 19. Juli fortgesetzt.