Fitnesskette

Betreiber der Hard-Candy-Fitnessstudios beantragen Insolvenz

Nach den Gläubigern haben auch die Betreiber der von Popstar Madonna gegründeten Fitnesskette Insolvenz angemeldet.

Popsängerin Madonna und die Unternehmer Jürgen (l.) und Rolf Jopp, die nun einen Insolvenzantrag stellten

Popsängerin Madonna und die Unternehmer Jürgen (l.) und Rolf Jopp, die nun einen Insolvenzantrag stellten

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Die Betreiber der deutschen Studios der von Popstar Madonna gegründeten Fitnesskette Hard Candy haben nun selbst Insolvenzanträge gestellt. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters der Jopp AG, dem Berliner Rechtsanwalt Torsten Martini, reichten die Brüder Ralf und Jürgen Jopp den Antrag in der vergangenen Woche ein.

Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg gab die Insolvenzeröffnung am Montag bekannt (Az: 36j IN 3697/16). Mitte Juni hatten bereits die Gläubiger der Jopp-Brüder Insolvenzanträge gestellt. Bis auf einen von ihnen hätten inzwischen alle ihr Geld zurückbekommen, sagte Martini.

„Erhebliche Bedenken“ zur Wiedereröffnung

Was die Wiedereröffnung der Studios angehe, habe er aber „erhebliche Bedenken“, erklärte der Anwalt. „Wir werden jetzt Studio für Studio anschauen und prüfen, ob es kostendeckend weitergeführt werden kann.“

Die von Madonna mitgegründete Fitnesskette Hard Candy hat Studios unter anderem in Mailand, Moskau und Sydney. Betrieben werden die Filialen von Franchise-Partnern, also unabhängigen Lizenznehmern, die vertraglich an die Kette gebunden sind. In Deutschland ist das die Jopp AG, die nach eigenen Angaben in Berlin elf Fitnessstudios hat - darunter neun Hard-Candy-Studios.