Eigentümerwechsel

Grüner empfiehlt Haus an der Rigaer Straße zu verkaufen

Benedikt Lux hält einen Eigentümerwechsel für das Haus in der Rigaer Straße 94 für eine Möglichkeit, den Konflikt zu entschärfen.

Nach der Teilräumung der Rigaer Straße 94 am 22. Juni mobilisiert die linksextreme Szene ihre Unterstützer (Archivbild)

Nach der Teilräumung der Rigaer Straße 94 am 22. Juni mobilisiert die linksextreme Szene ihre Unterstützer (Archivbild)

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Der Grünen-Innenpolitiker Benedikt Lux sieht in einem Eigentümerwechsel einen Weg, aus der festgefahrenen Situation in der Rigaer Straße 94 in Berlin-Friedrichshain herauszukommen. „Eine Möglichkeit wäre, das Haus zu kaufen“, sagte Lux der „tageszeitung“ (Freitag). Wer kaufen soll, ließ Lux offen. Er verwies darauf, dass auf diese Weise in den 90er-Jahren Konflikte in anderen besetzten Friedrichshainer Häusern gelöst werden konnten.

Der aus dem Abgeordnetenhaus ausscheidende Innenpolitiker der Piraten-Fraktion, Christopher Lauer, nannte „eine friedliche Koexistenz“ zwischen dem alternativen Hausprojekt und Bewohnern naher Neubauten als Ziel. Linksfraktionschef Udo Wolf drängte den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD), die verfahrene Situation aufzulösen. Sich selbst hält Wolf nicht für einen in der Rigaer Straße gern gesehenen Vermittler.

Für Sonnabend ist eine Demonstration angemeldet

In einem von Linksautonomen bewohnten Haus in der Rigaer Straße waren am 22. Juni mit Unterstützung der Polizei einige Räume und eine illegale Kneipe geräumt worden. Seither kommt es immer wieder zu Brandanschlägen auf Autos in der Stadt. Für den kommenden Sonnabend ist eine Demonstration der linksradikalen Szene angemeldet.