Fitnesskette

Hard-Candy-Studios bleiben vorerst geschlossen

Es fehlt an finanziellen Mitteln: Hard Candy Studios bleiben weiterhin geschlossen. Der Betreiber will aber nächste Woche wieder öffnen.

Eine Filiale von Hard Candy

Eine Filiale von Hard Candy

Foto: dpa Picture-Alliance / Eventpress HerrRa / picture alliance / Eventpress He

Die deutschen Studios der von Popstar Madonna gegründeten Fitnesskette Hard Candy bleiben vorerst geschlossen. „In der gegenwärtigen Situation der Insolvenz besteht mangels finanzieller Mittel keine Möglichkeit der Wiedereröffnung“, sagte der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Torsten Martini, am Donnerstag. Die Betreiber der Studios, die Brüder Jürgen und Ralf Jopp, hatten Mitte Juni beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg Insolvenz beantragt.

Die Jopp-Brüder geben sich hingegen zuversichtlich, die Filialen bald wieder öffnen zu können. „Wir wollen alle Studios nächste Woche wieder aufmachen“, sagten sie dem „Tagesspiegel“. Die Gläubiger wollen sie nach eigener Auskunft „bis Ende der Woche ausbezahlt“ haben. Sie gingen davon aus, genügend Kapital aufzutreiben, damit die vorläufige Insolvenzverwaltung aufgehoben werde.

"Mehr Engagement gewünscht"

Enttäuscht äußerten sich die Jopp-Brüder über die Zusammenarbeit mit Madonna. Sie sei nur einmal zur Eröffnung in einem Hard Candy-Studio in Berlin gewesen. „Wir hatten uns ehrlich gesagt schon ein bisschen mehr Engagement gewünscht“, sagte Jürgen Jopp.

Die von Madonna mitgegründete Fitnesskette Hard Candy hat Studios unter anderem in Mailand, Moskau und Sydney. Betrieben werden die Filialen von Franchise-Partnern, also unabhängigen Lizenznehmern, die vertraglich an die Kette gebunden sind. In Deutschland ist das die Jopp AG, die nach eigenen Angaben in Berlin insgesamt elf Fitnessstudios hat - darunter neun Hard-Candy-Studios.