RBB

Patricia Schlesinger startet als Intendantin beim rbb

Die ARD-Journalistin Patricia Schlesinger beginnt am Freitag ihre neue Aufgabe als Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB).

Die Journalistin und Fernsehmoderatorin Patricia Schlesinger tritt die Nachfolge von Dagmar Reim an

Die Journalistin und Fernsehmoderatorin Patricia Schlesinger tritt die Nachfolge von Dagmar Reim an

Foto: Rundfunk Berlin-Brandenburg

Die ARD-Journalistin Patricia Schlesinger ist ab Freitag Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB). Die 54-Jährige tritt die Nachfolge von RBB-Gründungsintendantin Dagmar Reim an, die nach 13 Jahren an der Spitze des Hauses in den Ruhestand gegangen war. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) erklärte am Donnerstag in Potsdam, auch in Zukunft werde es darauf ankommen, dass sich die Menschen der Region in "ihrem Heimatsender" wiederfänden. Schlesingers journalistische Erfahrungen sprächen dafür, dass dies gelingen werde.

Landtagspräsidentin Britta Stark (SPD) wünschte Schlesinger in einem persönlichen Schreiben viel Erfolg. Sie könne im fortwährenden Medienwandel und in der anhaltenden Debatte über die Glaubwürdigkeit öffentlich-rechtlicher Berichterstattung auf eine Mitarbeiterschaft bauen, die sich "nicht weniger als höchste Qualitätsmaßstäbe" setze. Stark wünschte Schlesinger, dass sie sich an ihrer neuen Wirkungsstätte "schnell heimisch fühlen" werde.

"Noch stärker, noch besser"

Schlesinger hatte sich im April im RBB-Rundfunkrat gegen Mitbewerber Theo Koll durchgesetzt, der aktuell das ZDF-Studio in Paris leitet. Schlesingers Amtszeit beträgt zunächst fünf Jahre. Unmittelbar nach der Wahl hatte sie betont, ihr Ziel sei es, den RBB "noch stärker" und das Programm "noch besser" zu machen. Dem Rundfunkrat legte sie bereits ein umfangreiches Konzept für die Zwei-Länder-Anstalt vor. Details dazu nannte sie aber nicht.

Die heute 54-Jährige volontierte beim NDR. Später berichtete sie für die ARD aus dem NDR-Studio Südostasien in Singapur und auch aus Washington. Sie moderierte das ebenfalls vom NDR produzierte ARD-Magazin "Panorama" und übernahm - nach weiteren Leitungsstationen - 2007 den Programmbereichs Kultur & Dokumentation beim NDR.

Ihre Vorgängerin Dagmar Reim war Mitte Juni bereits mit großen Ehren von den RBB-Gremien verabschiedet worden. Woidke bescheinigte ihr noch einmal "eine große Integrationsleistung". 2003 war der RBB aus der Fusion des Senders Freies Berlin (SFB) und dem Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg (ORB) hervorgegangen. Neben den beiden Funkhäusern in Berlin und Potsdam unterhält der RBB Studios in Cottbus und Frankfurt (Oder) sowie Regionalbüros in Perleberg und Prenzlau.