„Verkehrsversuch“

Frankfurter Allee - Autos sollen Spur für Radler abgeben

Weil Radfahrer kaum Platz haben, könnte der rechte Fahrstreifen zum Radweg werden. Und womöglich herrscht bald auch Tempo 30.

Radfahren auf der Frankfurter Alle ist nichts für schwache Nerven

Radfahren auf der Frankfurter Alle ist nichts für schwache Nerven

Foto: Frank Lehmann

Radfahrer auf der Frankfurter Allee sind stets erleichtert, wenn sie ihr Ziel unverletzt und lebend erreichen. Vor allem auf dem östlichen Abschnitt stadtauswärts ist der auf dem Gehweg integrierte Radweg mehr als schmal. Kollisionen mit Fußgängern, die einkaufen oder zur U-Bahn laufen, sind vorprogrammiert.

Auch die Verkehrsverwaltung des Senats hat das erkannt, und hat deshalb einen „Verkehrsversuch“ angekündigt. Geplant ist, den rechten Fahrstreifen stadtauswärts zwischen Proskauer Straße und Bahnhof Frankfurter Allee für den Radverkehr umzuwidmen. Statt eines nur einen Meter breiten Radwegs hätten Radfahrer dann rund drei Meter zur Verfügung.

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Die Spur könnte mit überfahrbaren Gummischwellen zum Kfz-Verkehr abgetrennt werden, heißt es. Ein weiteres Argument für den Versuch: Der Abschnitt ist laut Senat wie kein anderer durch Stickoxide und Feinstaub belastet. Fällt die Untersuchung positiv aus, soll das Projekt kommendes Jahr in die Testphase gehen.

Ebenfalls untersucht wird die Situation des Lieferverkehrs, gesucht wird nach weiteren Ladezonen. Weiter soll geprüft werden, ob Tempo 30 auf der Frankfurter Allee die dortige Luftqualität erhöhen würde.