Hauptstadt-Flughafen

Spitzentreffen soll BER-Eröffnung 2017 retten

Ein Spitzentreffen soll die Chancen ausloten, den Flughafen BER in Schönefeld doch noch im Jahr 2017 zu eröffnen.

Michael Müller (SPD) will die Flughafeneröffnung 2017

Michael Müller (SPD) will die Flughafeneröffnung 2017

Foto: dpa Picture-Alliance / Britta Pedersen / picture alliance / dpa

Ein Spitzentreffen zwischen allen beteiligten Behörden, der Flughafengesellschaft und der Bahn soll am heutigen Montag die Chancen ausloten, den Flughafen BER in Schönefeld doch noch 2017 zu eröffnen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und der Leiter der BER-Taskforce des Senates, Engelbert Lütke Daldrup haben dazu für Montag ins Rote Rathaus eingeladen.

Spätestens Ende Juli müssen die nötigen Gutachten und Genehmigungen vorliegen, um den geplanten Termin Ende 2017 einhalten zu können. Noch immer gibt es ungelöste Probleme um den Brandschutz am Übergang zwischen Terminal zum Tiefbahnhof.

Kritik an Flughafenchef Mühlenfeld

Zuletzt hatte BER-Chef Mühlenfeld mit der Aussage erstaunt, es sei eigentlich egal, ob der Flughafen 2017 oder erst ein Jahr später eröffne. Eine mögliche neuerliche Verzögerung der Eröffnung belaste die Steuerzahler nicht zusätzlich. Es handele sich bei den öffentlichen Finanzhilfen für den BER um Darlehen, die zurückgezahlt würden.

Spätestens ab 2020/21 werde der BER Gewinne machen, behauptete der BER-Chef. Dafür war Mühlenfeld heftig kritisiert worden. Jeden Tag verschlinge die Baustelle eine Million Euro, hieß es aus dem Potsdamer Landtag und von den Berliner Oppositionsparteien Grüne und Linke.

Entrauchung weiter Hauptproblem

Das zentrale Problem für den Eröffnungstermin stellt nach wie vor die Entrauchungsanlage dar. So lange die endgültige Genehmigung für den Umbau der Entrauchungsanlage (5. Nachtrag) nicht vorliegt, bleibt eine Eröffnung unmöglich. Es geht dabei um den Nachweis, dass bei einem Brand im Terminal ausfahrende Züge nicht den Rauch nach unten in den unterirdischen Bahnhof ziehen.

Eine der wichtigsten Forderungen dabei ist, dass im Fall eines Feuers ausreichend Zeit sein muss, dass ein so großes und verwinkeltes Terminalgebäude wie das in Schönefeld von den Fluggästen und dem Personal gefahrlos verlassen werden kann. Im Brandfall sollen dazu 120 Entrauchungsanlagen im Gebäude mindestens 15 Minuten lang für eine rauchfreie Schicht von 2,50 Metern sorgen.

Tests nicht zufriedenstellend

Bisherige Tests mit heißen Rauchgasen ergaben, dass dies bislang nicht zuverlässig funktionierte. Bleibt es dabei, verzögert sich die Eröffnung erneut – die Flughafengesellschaft strebt dann Anfang 2018 als Termin an.