Nach Brexit-Referendum

Erste Londoner Start-ups wollen nach Berlin umziehen

Die Berliner Wirtschaft könnte vom Austritt der Briten aus der EU profitieren. Die Start-up-Szene in London ist in Aufruhr.

Vor allem junge Briten stimmten gegen den Brexit. Jetzt sind sie bitter enttäuscht

Vor allem junge Briten stimmten gegen den Brexit. Jetzt sind sie bitter enttäuscht

Foto: dpa Picture-Alliance / Isabel Infantes / picture alliance / empics

Nach Ansicht des Geschäftsführers der Wirtschaftsfördergesellschaft Berlin Partner, Stefan Franzke, wird die Berliner Wirtschaft vom Brexit profitieren. „Allein am Freitag, dem Tag des Brexits, haben uns fünf Start-ups aus London angerufen und ihr Interesse an einem Umzug nach Berlin bekundet“, sagte Franzke.

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Alle fünf Unternehmen stammen Franzkes Angaben nach aus dem Bereich der Finanztechnologie. Das wird nach Angaben des Berlin-Partner-Chefs kein Einzelfall bleiben. Neue Unternehmen wollten ihre Geschäfte im Rahmen der einheitlichen EU-Standards tätigen.

Berlin erhofft sich zudem einen stärkeren Zuzug von Unternehmen aus den USA und Asien. Für sie sei Großbritannien bislang die erste Adresse in Europa gewesen. Jetzt werden sie nach den Prognosen von Berlin Partner eher nach Berlin oder Paris gehen. Franzke sieht Berlin im Vorteil, weil die Stadt damit wirbt, das Arbeitsleben auch auf Englisch bewältigen zu können. Damit werde Berlin einen weiteren Aufschwung erleben. „Wir haben jetzt, Ende Juni, schon so viele Unternehmen in die Stadt gelockt, wie im gesamten Jahr 2014“, sagt Franzke.

52 Prozent der Briten hatten Donnerstag dafür gestimmt, dass Großbritannien die EU verlässt.

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