Deutsche Bank

Müller fordert die Erhaltung von Arbeitsplätzen

Nachdem die Deutsche Bank bundesweit Filialen schließen will, hat Michael Müller das Bankhaus abgemahnt und klare Forderungen gestellt.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) spricht bei der letzten Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses vor der Sommerpause am 23.06.2016 in Berlin. Foto: Jörg Carstensen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) spricht bei der letzten Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses vor der Sommerpause am 23.06.2016 in Berlin. Foto: Jörg Carstensen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Angesichts drohender Filialschließungen bei der Deutschen Bank hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) das Geldhaus gemahnt, Verantwortung zu übernehmen. Er erwarte schnell Klarheit gegenüber den Mitarbeitern und dem Land Berlin, sagte Müller.

Am vergangenen Donnerstag war bekanntgeworden, dass Deutschlands größte Bank hierzulande gut ein Viertel der Filialen schließen und knapp 3000 Vollzeitstellen streichen will - vor allem in Ballungsräumen. Genaue Details blieben aber noch offen. In der Hauptstadt leistet sich der Konzern bisher Doppelstrukturen mit der Tochter Berliner Bank.

Bankgeschäfte von "Angesicht zu Angesicht"

„Die Deutsche Bank hat mit der Übernahme der Berliner Bank Verantwortung übernommen“, sagte dazu Müller. Diese könne jetzt nicht für einen „radikalen Konzernumbau geopfert werden“. Kunden hätten einen Anspruch darauf, Bankgeschäfte „von Angesicht zu Angesicht“ erledigen zu können.

Der Berliner Regierungschef forderte das Geldhaus dazu auf, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und Arbeitsplätze möglichst zu erhalten. Die Deutsche Bank solle ein Konzept für die Entwicklung des Standorts vorlegen. „Der Standort Berlin ist zukunftsfähig und kein Spielball für die Börsenwerte auf dem Finanzmarkt“, meinte Müller.

Der Privatkundenvorstand der Deutschen Bank, Christian Sewing, hat die Kritik am geplanten Konzernumbau indes zurückgewiesen. „Wir sind und bleiben in Berlin so präsent wie in keiner anderen Stadt in Deutschland“, sagte Sewing der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Die Deutsche Bank sei sich ihrer Verantwortung bewusst, konterte deren Vorstand. Zugleich sagte er jedoch, dass die Kosten des Konzerns „runter müssen im Vergleich zu den Wettbewerbern“.