Kundgebung in Berlin

Homosexuelle planen Proteste vor türkischer Botschaft

Nach dem Verbot der „Trans Pride“ für die Rechte transgeschlechtlicher Menschen durch die türkischen Behörden sind Proteste geplant.

Demo für die Rechte Homosexueller in Istanbul

Demo für die Rechte Homosexueller in Istanbul

Foto: Sedat Suna / dpa

Homosexuellen-Verbände haben für Sonntag vor der türkischen Botschaft in Berlin zu einer Protestkundgebung aufgerufen. Sie wenden sich gegen das gewaltsame Vorgehen der Istanbuler Polizei gegen Aktionen der türkischen Lesben-, Schwulen-, Bisexuellen und Transgender-Bewegung, wie der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg mitteilte.

So hatten die türkischen Behörden die Parade „Trans Pride“ für die Rechte transgeschlechtlicher Menschen am vergangenen Sonntag verboten. Als sich dennoch rund 50 Menschen in Istanbul versammelten, ging die Polizei mit Gummigeschossen und Tränengas gegen sie vor. Aufgerufen zum Protest vor der Botschaft hat der Verein „B2Aktion+“ zusammen mit Unterstützern.

Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) hat die Absage der Homosexuellen-Parade in Berlins Partnerstadt Istanbul scharf kritisiert. Der „March of Pride“ (Marsch des Stolzes) stehe wie der Berliner CSD für die Rechte homosexueller und transgeschlechtlicher Menschen. Kolat appellierte an den Gouverneur in Istanbul, seine Entscheidung zu überdenken. Das Verbot hatten die türkischen Behörden mit einer Gefahr für Sicherheit und Ordnung begründet.

In den Monaten Juni und Juli werden weltweit Märsche und Paraden organisiert, die an den Aufstand von Lesben, Schwulen, Bisexuellen sowie transgeschlechtlichen Menschen in der New Yorker Christopher Street im Jahr 1969 erinnern.