Berlin

Polizei fahndet nach Friedenauer U-Bahn-Schläger

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Hans H. Nibbrig

Gesuchter soll mit Komplizen 14-Jährigen verprügelt haben

Mit Fotos aus einer Überwachungskamera sucht die Polizei derzeit nach einem brutalen U-Bahnschläger. Der Gesuchte soll am 28. März dieses Jahres gegen 18.25 Uhr im U-Bahnhof Friedrich-Wilhelm-Platz gemeinsam mit einem Komplizen einen 14-Jährigen mit Faustschlägen und massiven Fußtritten attackiert haben. Das Opfer erlitt dabei unter anderem schwere Kopfverletzungen. Der mutmaßliche Haupttäter wurde während des Übergriffs von einer Videokamera im Bahnhof erfasst. Von seinem Komplizen gibt es keine Aufnahmen.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler kam es zu dem gewalttätigen Angriff auf den Jugendlichen, nachdem ein Begleiter des Opfers von dem Gesuchten angerempelt worden war. Wie so häufig in solchen Fällen entwickelte sich dabei aus zunächst nichtigem Anlass eine Gewalttat. Der 14-Jährige stellte den Gesuchten nach eigenen Angaben zur Rede, daraufhin soll er von diesem auf üble Weise beleidigt und mehrfach angespuckt worden sein. Als der mutmaßliche Schläger daraufhin von seinem bislang unbekannt gebliebenen Komplizen Unterstützung bekam, schlugen und traten beide Männer massiv auf den Jugendlichen ein. Der schwer verletzte 14-Jährige wurde anschließend von Rettungskräften in ein Krankenhaus eingeliefert, die Täter flohen unerkannt.

Der von der Videoüberwachung erfasste mutmaßliche Haupttäter wird als 17 bis 19 Jahre alt, 1,75 bis 1,80 Meter groß und schlank beschrieben. Er hat schwarze, lockige Haare und trug Jeans und eine rote Jacke, auf der das Wappen des spanischen Fußballclubs Atletico Madrid zu sehen war. Da sich zum Zeitpunkt der Tat während des Feierabendverkehrs viele Passanten im U-Bahnhof Friedrich-Wilhelm-Platz aufhielten, hofft die Polizei, Zeugen zu finden. Hinweise zu der Tat und den Tätern nimmt die Kriminalpolizei der Direktion 4 an der Eiswaldtstraße 18 in Lankwitz unter der Nummer 030-4664 473 116 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

( hhn )