Polizei und Verkehr

Das geschah in der Nacht zu Sonntag in Berlin

Berlin schläft nie. Hier finden Sie eine Übersicht über die vergangenen Stunden sowie den Verkehrsmelder und den Wetterbericht.

Die Berliner Polizeimeldungen aus der Nacht

Die Berliner Polizeimeldungen aus der Nacht

Foto: Jens Kalaene / picture alliance / dpa

80-Jährige nach Unfall mit Tram lebensgefährlich verletzt: Eine 80-Jährige ist in Berlin-Lichtenberg von einer Straßenbahn erfasst und lebensgefährlich verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, überquerte die Frau am Samstagnachmittag zu Fuß in Begleitung eines 76-Jährigen die Gleise an einem Bahnübergang in der Landsberger Allee. Der 53-jährige Tramfahrer erfasste die Frau, als er anfuhr. Beide Männer erlitten einen Schock und mussten ebenfalls im Krankenhaus behandelt werden. Die genauen Umstände des Unfalls waren zunächst unklar.

Schwulenfeindlicher Übergriff in Berlin-Mitte: Ein 28-Jähriger ist in der Nacht auf Samstag in Berlin-Mitte Opfer schwulenfeindlicher Gewalt geworden. Der Mann kam in der Nacht aus einer Bar in der Steinstraße und wurde von einer Gruppe von fünf Männern gefragt, ob er schwul sei. Als er das bejahte und weitergehen wollte, schlug einer der Unbekannten ihm mit der Faust ins Gesicht, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Er erlitt leichte Verletzungen im Gesicht. Die Polizei ermittelt.

Auf Autofahrer und Beifahrer eingeschlagen und geflüchtet: Strafanzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr haben Beamte der Polizeidirektion 4 wegen eines Vorfalls am Samstagnachmittag in Tempelhof aufgenommen. Ersten Ermittlungen zufolge war ein 20-jähriger Twingo-Fahrer gegen 17.30 Uhr auf dem Tempelhofer Damm in Richtung Tempelhofer Hafen unterwegs, als er verkehrsbedingt im linken Fahrstreifen anhalten musste. Dahinter soll ein weiteres Fahrzeug angehalten haben, aus dem vier Insassen ausstiegen und gegen die Fahrertür geschlagen und getreten haben, bis sie diese schließlich öffnen konnten. Die bisher Unbekannten sollen den jungen Mann dann aus dem Wagen gezogen und ihn mehrmals getreten haben. Als ihm der 19-jährige Beifahrer zur Hilfe kam, soll dieser ebenfalls geschlagen worden sein. Anschließend stiegen die Täter wieder in ihren Renault, fuhren los, rammten dabei einen im rechten Fahrstreifen wartenden Smart und schoben ihn so zur Seite. Dann entfernten sie sich mit hoher Geschwindigkeit in Fahrtrichtung Ullsteinstraße. Der angegriffene Fahrer erlitt Verletzungen am Kopf und kam mit einem alarmierten Rettungswagen in ein Krankenhaus, aus welchem er sich jedoch ohne ärztliche Behandlung wieder entfernte. Der Beifahrer musste nicht behandelt werden.

Jugendliche beleidigt: Am Samstagnachmittag hat eine Unbekannte in Haselhorst eine 13-Jährige fremdenfeindlich beleidigt. Den Aussagen des Mädchens und ihrer 14-jährigen Begleiterin zufolge, soll sie eine unbekannte Frau auf der Rolltreppe am U-Bahnhof Haselhorst zunächst fremdenfeindlich beleidigt und ihr anschließend das Tuch vom Kopf gerissen haben. Danach verließ die Frau den U-Bahnhof in Richtung Gartenfelder Straße. Vorangegangen war der Verdacht der Frau, die beiden Mädchen seien am Stehenbleiben der Rolltreppe Schuld. Die Ermittlungen übernahm der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

Zwei Frauen bei Unfall schwer verletzt: Kurz vor 18 Uhr fuhr am Samstag eine 34-Jährige mit ihrem VW auf der Blankenfelder Chaussee aus Schildow kommend. Als sie links in die Hauptstraße abbog, kam es nach bisherigen Ermittlungen zum Zusammenstoß mit dem Opel einer 42-Jährigen, die die Blankenfelder Chaussee in die entgegengesetzte Richtung befuhr. Bei dem Zusammenstoß verletzten sich beide Frauen schwer und kamen zur stationären Behandlung in Kliniken. Die Blankenfelder Chaussee war zwischen 18 Uhr und 19.30 Uhr stadtauswärts voll gesperrt.

Zwei Motorradfahrer in Neukölln schwer verletzt: Ein 21 Jahre alter Motorradfahrer fuhr am Samstag gegen 20.40 Uhr auf der Karl-Marx-Straße von der Reuterstraße kommend. Zeugenaussagen zufolge sei er bei Rot und mit hoher Geschwindigkeit in den Bereich der Kreuzung Flughafenstraße gefahren. Dort kam es zum Zusammenstoß mit dem Nissan eines 47-Jährigen, der, so die Aussagen, bei grünem Abbiegepfeil links in die Flughafenstraße abbog. Bei dem Unfall wurden der Kradfahrer sowie die 28 Jahre alte Beifahrerin des Nissan schwer verletzt und stationär in Kliniken aufgenommen. Der Autofahrer sowie sein 4-jähriger Sohn zogen sich leichte Verletzungen zu, die ambulant behandelt werden konnten. Der ebenfalls im Auto sitzende 7 Jahre alte Sohn blieb unverletzt.

Radfahrer nach Unfall in Lebensgefahr: Bei einem Unfall in der Nacht zu Sonntag sind ein Radfahrer in Mitte schwer und zwei weitere leicht verletzt worden. Ersten Ermittlungen zufolge war eine siebenköpfige Fahrradgruppe gegen 22.40 Uhr auf der Holzmarktstraße in Richtung Lichtenberger Straße unterwegs, als ein 34-Jähriger mit seinem Rad gegen einen 42-Jährigen stieß und beide zu Fall kamen. Ein dahinter fahrender 37-Jähriger stürzte ebenfalls. Durch den Sturz erlitt der 34-Jährige lebensgefährliche Kopfverletzungen und musste stationär in einer Klinik aufgenommen werden. Die beiden anderen Radfahrer zogen sich leichte Verletzungen zu, die ambulant behandelt wurden. Wegen des Unfalls war die Holzmarktstraße für rund drei Stunden zwischen Jannowitzbrücke und Michaelkirchstraße gesperrt.

Straßenverkehr

Berlin und Landkreis Potsdam: Der Tag steht im Zeichen des Velothons. Zwischen 7 und ca. 18 Uhr werden große Teile des Stadtgebietes gesperrt. Insgesamt werden acht Berliner Bezirke sowie die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming durchfahren (Mitte (Start/Ziel) – Charlottenburg-Wilmersdorf – Spandau – Steglitz-Zehlendorf – Landkreis Potsdam-Mittelmark – Landkreis Teltow-Fläming –Tempelhof-Schöneberg – Neukölln – Friedrichshain-Kreuzberg – Pankow). Verkehrsteilnehmer sollten auf U- und S-Bahn ausweichen. Eine Vielzahl von Buslinien und Tramlinien wird aufgrund des Velothons unterbrochen bzw. umgeleitet.

Für Verkehrsteilnehmer sind mehrere Querungsmöglichkeiten der gesperrten Bereiche vorgesehen. Dazu gehören die Stadtautobahnen A 100 (Stadtring) und A 115 (AVUS) sowie der Tiergartentunnel und die Straßentunnel Grunerstraße in Mitte und Unter den Eichen in Lichterfelde. Die Anschlussstelle Tempelhofer Damm (A 100) ist während des Rennens gesperrt und auch die Anschlussstellen Hüttenweg (A 115) und Spandauer Damm (A 100) sind zeitweise nicht oder nur eingeschränkt nutzbar. Die Flughäfen Tegel und Schönefeld bleiben während der gesamten Veranstaltung erreichbar.

Kreuzberg und Mitte: Ab etwa 15:20 Uhr werden zwei Menschenketten vom Oranienplatz aus gebildet. Die Teilnehmer sammeln sich zunächst dort für ein Bühnenprogramm mit Redebeiträgen. Dann werden die Menschenketten zunächst auf dem Gehweg gebildet. Wenn die Ketten komplett aufgebaut sind, möchten die Teilnehmer die Fahrbahn betreten und dort ca. 15 Minuten verharren und anschließend die Versammlung auflösen. (Westliche Menschenkette: Oranienplatz, Oranienstraße, Axel-Springer-Straße, Leipziger Straße, Unterführung der Leipziger Straße, Leipziger Straße, Markgrafenstraße, Behrenstraße, Bebelplatz, Unter den Linden, Spandauer Straße bis Rotes Rathaus/Östliche Menschenkette: Oranienplatz, Oranienstraße, Adalbertstraße, Kottbusser Tor, Skalitzer Straße bis Zeughofstraße) Bis ca. 17 Uhr kann es zu Verkehrsbehinderungen kommen.


Westend: Ab ca. 17 Uhr kommt es aufgrund des Bruce-Springsteen-Konzerts im Olympiastadion (Beginn 19 Uhr) im Bereich der Heerstraße zu erhöhtem Verkehrsaufkommen. Besucher sollten wegen der begrenzten Parkmöglichkeiten öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

Busse und Bahnen:

Aufgrund des Velothons kommt es bis zum späten Nachmittag zu zahlreichen Einschränkungen im Bus- und Straßenbahnverkehr.

Straßenbahn M4, M5 und M6: In der Zeit von 16 bis 19:55 Uhr werden diesen Linien wegen Filmarbeiten über Mollstraße und Karl-Liebknecht-Straße umgeleitet.

Wetter

Am Sonntag wird es in Berlin nur noch selten mal einen schwachen Schauer geben. Die Temperaturen steigen auf bis zu 22 Grad.

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