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Dauerregen in Berlin lässt nach - weiter Gewitter möglich

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Foto: J. Camrath/BM

Der Freitag war nass in Berlin. Zum Teil gingen massive Regenfälle runter. Es muss weiter mit Gewittern gerechnet werden.

Der Freitag ist nass in Berlin gestartet. Mit Tief Karin war ein breites Regenband von Bayern in den Osten Deutschlands gezogen - und die Hauptstadt lag mittendrin. Bis in den Nachmittag hinein musste mit anhaltendem Regen gerechnet werden. Dann lockerten die Wolken etwas auf. Bis in den Abend hinein können teils kräftige Schauer und Gewitter über Berlin hinwegziehen.

Laut Kachelmannwetter kamen bis zum frühen Nachmittag 20 bis 30 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen, stellenweise auch mehr. Durchschnittlich fallen in einem Monat Juni in Berlin-Dahlem 67 Liter je Quadratmeter, so dass in vielen Teilen Berlins an weniger als einem Tag die halbe Monatsmenge vom Himmel prasselte, gebietsweise auch mehr als das.

Der Dauerregen zieht jetzt immer weiter Richtung östliches Brandenburg und Polen.

Bereits in der Nacht war deutschlandweit Regen ohne Ende gefallen - vor allem wieder in südlichen Teilen Deutschlands. Von den Folgen des erwarteten heftigen Niederschlags blieb aber zumindest das unwettergeplagte Bayern weitgehend verschont - von wenigen Ausnahmen abgesehen: Im niederbayerischen Ruhmannsfelden beschädigten vier bis fünf Zentimeter große Hagelkörner das Dach einer Schule und zerstörten alle verglasten Dachluken, wie die Polizei mitteilte.

Keller in Bayern überflutet

In Niederwinkling (Niederbayern) fiel durch einen Blitzeinschlag ein Baum auf eine Hochspannungsleitung, mehrere Keller wurden überflutet, in anderen nahe gelegenen Gebieten Straßen überschwemmt.

Heftiger Regen beschäftigte am Donnerstagabend die Feuerwehr im rheinland-pfälzischen Koblenz. Vollgelaufene Keller mussten leergepumpt, überflutete Straßensenken wieder befahrbar gemacht und Fahrbahnen von Geröll und Schlamm befreit werden. Eine Frau wurde von ihrem Fahrzeugdach gerettet, nachdem sie in eine überflutete Unterführung geraten war.

Und auch im niedersächsischen Leer in Ostfriesland wurde die Feuerwehr zu 25 wetterbedingten Einsätzen in rund zweieinhalb Stunden gerufen. Neben Wasserschäden, vollgelaufenen Kellern und Tiefgaragen hatten die Wassermassen auch ein Bekleidungsgeschäft und ein Möbelhaus beschädigt

( BM/dpa/jc )