DDR-Volksaufstand

Henkel will 17. Juni wieder zum Feiertag machen

Bis zur deutschen Wiedervereinigung war der 17. Juni ein Feiertag. Wenn es nach Frank Henkel geht, wird er es bald wieder.

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU). Er will den 17.Juni wieder zum Feiertag machen

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU). Er will den 17.Juni wieder zum Feiertag machen

Foto: dpa

Der Berliner CDU-Landeschef und Innensenator Frank Henkel hat erneut gefordert, den 17. Juni zu einem bundesweiten Gedenk- und Feiertag zu machen. Der Einsatz der mutigen Frauen und Männer, die vor 63 Jahren in der DDR auf die Straße gingen, sei die Basis für den Mauerfall gewesen, erklärte Henkel.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) mahnte, das Andenken an die Opfer des DDR-Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 wachzuhalten. Es sei ihr Vermächtnis, Freiheit und Demokratie zu schützen und zu verteidigen, teilte Müller am Donnerstag mit.

An diesem Freitag wird an den DDR-Volksaufstand vom 17. Juni 1953 erinnert. In Berlin nimmt Müller um 11 Uhr am Gedenken des Bundes auf dem Friedhof an der Seestraße teil. Rund eine Million Menschen waren damals in rund 700 Orten auf die Straße gegangen. Der Protest wurde mit Panzern der sowjetischen Besatzungsmacht niedergeschlagen.

Müller sagte weiter, ohne den 17. Juni 1953 hätte es keinen Mauerfall am 9. November 1989 gegeben. Er hob hervor, manche Regierung im heutigen Mittel- und Osteuropa sollte daran denken, dass die eigene Bevölkerung einst für Demokratie, Freiheit und politische Teilhabe gegen die kommunistischen Regime gekämpft habe.

Der 17. Juni belege eindrucksvoll, dass der Wunsch nach einem Leben in Freiheit ein zutiefst menschlicher sei, der auch durch den Mauerbau nicht gebrochen werden konnte, betonte Henkel. Bereits im Vorjahr hatte sich der CDU-Politiker mit der Forderung nach dem Feiertag zu Wort gemeldet. Bis zur deutschen Wiedervereinigung war der 17. Juni seit 1954 in der alten Bundesrepublik gesetzlicher Feiertag gewesen.