Sicherheit

Gewerkschaft der Polizei fordert mehr Personal

Die Berliner Gewerkschaft der Polizei kritisiert eine "besorgniserregende Entwicklung bei der Aufklärung von Straftaten".

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin macht sich für einen spürbaren Personalzuwachs stark. Nur so könne die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet werden.

Laut GdP machten Zahlen des Jahresabschlussberichts 2015 zu den Zielvorgaben der Berliner Polizei deutlich, dass sich der anhaltende Personalmangel weiter negativ auf die Sicherheitslage in der Hauptstadt auswirke. Gerade bei der Bekämpfung von Massendelikten wie Taschen- oder Fahrraddiebstahl bleibe man weit hinter den Erwartungen zurück.

>>Weniger Polizisten an Schwerpunkten der Kriminalität

„Mit dem abschließenden Bericht wird nochmal klar, dass die Aufklärungsquote weiterhin absolut unakzeptabel ist und die vielen Anzeigen wegen Schwarzfahren im Vorjahr die eklatante Entwicklung verschleiert sowie die Statistik aufgehübscht haben“, sagte die GdP-Landesvorsitzende Kerstin Philipp.

Die Gewerkschaft kritisiert eine "besorgniserregende Entwicklung bei der Aufklärung von Straftaten". Nur 43,9 Prozent aller Straftaten in Berlin konnten 2015 aufgeklärt werden. Im Vorjahr waren es noch 44,9 Prozent. Große Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung hätte zudem die sinkende Polizeipräsenz in der Öffentlichkeit. Leisteten Berlins Polizisten im Jahr 2014 noch 8.752.826 Einsatzkräftestunden, waren es im vergangenen Jahr nur noch 8.547.175. „Sicherheit ist etwas subjektiv Wahrnehmbares. Wenn wir mehr Polizisten und Polizistinnen auf die Straße bekommen, wird nicht nur die Kriminalität sinken, sondern auch die Angst der Menschen, Opfer einer Straftat zu werden“, sagte Philipp.