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Senat will Nachnutzung von Tegel selbst planen

Der Senat erklärte das Areal rund um den Flughafen Tegel zum Gebiet von außergewöhnlicher stadtpolitischer Bedeutung.

Wenn der Hauptstadtflughafen BER in Betrieb geht, muss Tegel sechs Monate später schließen

Wenn der Hauptstadtflughafen BER in Betrieb geht, muss Tegel sechs Monate später schließen

Foto: Günter Wicker / Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH

Nicht der Bezirk Reinickendorf, sondern die Senatsverwaltung von Bausenator Andreas Geisel (SPD) wird die Entwicklung des neuen Kurt-Schumacher-Wohnquartiers planen. Das hat der Senat auf seiner Sitzung am Dienstag beschlossen und die Flächen im unmittelbaren Umfeld von Tegel zum „Gebiet von außergewöhnlicher stadtpolitischer Bedeutung“ erklärt.

Wenn der Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld in Betrieb geht, so sieht es die Rechtslage vor, muss Tegel sechs Monate später schließen. Das eröffnet die Möglichkeit für ein neues Wohnquartier, das am östlichen Rand des Flughafens Tegel und westlich des Kurt-Schumacher-Platzes entstehen soll. Das Areal umfasst rund 370.000 Quadratmeter, es sollen 5000 Wohnungen gebaut werden. Vergangene Woche hatte Geisel den städtebaulichen Siegerentwurf für das Quartier vorgestellt.

Die Planungen sollen in den kommenden Tagen den Anwohnern vorgestellt werden. Die erste von vier „Dialog-Veranstaltungen Umgebung TXL“ findet am heutigen Mittwoch um 19 Uhr in der Mark-Twain-Grundschule, Auguste-Viktoria-Allee 95, in 13403 Berlin statt. Vertreter des Senats und des Bezirkes Reinickendorf sowie der Projektgesellschaft Tegel Projekt GmbH informieren über die bevorstehenden Veränderungen rund um das Flughafengelände. Außerdem wird am Donnerstag der Online Dialog zur Entwicklung der Umgebung von Berlin TXL gestartet: www.mein.berlin.de.

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