Nach BGH-Urteil

Claudia Pechstein erntet Shitstorm für Flüchtlings-Äußerung

"Ich will eine Pechstein nicht als Nachbarin haben": Nach ihrer Schlappe vor dem BGH sorgt die Eisschnellläuferin für einen Shitstorm.

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein im Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein im Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe

Foto: Uli Deck / dpa

Shitstorm für Claudia Pechstein. Ihre zweifelhafte Äußerung nach ihrem verlorenen Prozess vor dem BGH gestern, hat heftige Kritik ausgelöst. Der BGH hatte Pechstein die Möglichkeit verwehrt, vor deutschen Zivilgerichten Schadenersatz wegen ihrer Dopingsperre zu verlangen. Pechstein hatte das Urteil mit den Worten kommentiert: „Jeder Flüchtling, der in Deutschland einreist und registriert wird, genießt Rechtsschutz. Aber wir Sportler nicht.“

Daraufhin meldeten sich auf Twitter zahlreiche Nutzer empört zu Wort. "Ich will eine Pechstein nicht als Nachbarin haben", schreibt eine Userin. Ein anderer kommentiert: "Warum Sportler keine Interviews geben sollten". Und ein Dritter scherzt: "Was viele nicht wissen: Deutsche Spitzensportler*innen sind heute die am meisten verfolgte Gruppe!"

Zuvor hatten bereits Sportpolitiker mit Kopfschütteln auf Äußerungen von Claudia Pechstein reagiert. Die Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, Dagmar Freitag, sagte: „Frau Pechstein, immerhin ausgebildete Bundespolizistin, verkennt hier etwas die Tatsachen.“ Sie habe schließlich in drei Instanzen ihre Rechtsschutzinteressen verfolgen können und nun am Ende eben nicht obsiegt, weil der Bundesgerichtshof (BGH) anderer Rechtsauffassung sei. „Ich glaube nicht, dass es danach irgendeine Rechtfertigung für den von ihr gewählten Vergleich gibt“, sagte die SPD-Politikerin.

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