#Weilwirdichschieben

Nach Tramschiebern: Fünf schräge Berliner Bahnerlebnisse

Am Montag mussten BVG-Fahrgäste ihre Tram schieben. Doch es gibt noch andere kuriose Dinge, die Bahnfahrer erlebt haben. Ein Überblick.

Am Montag mussten Fahrgäste ihre Tram schieben

Am Montag mussten Fahrgäste ihre Tram schieben

Foto: Thomas Schröder

#Weilwirdichschieben ist der Hashtag des Tages. Denn: Wer seine Bahn liebt, der schiebt. Weil bei dem Gewitter am Montag die Stromzufuhr streikte, mussten die M1-Mitfahrer anpacken und ihre Tram schieben.

Heute staunt Berlin über das dabei entstandene Foto. Denn dieses belegt wieder einmal: In und mit öffentlichen Verkehrsmitteln können Fahrgäste so einiges erleben. Wer regelmäßig in Berlin unterwegs ist, weiß das. Aber dennoch gibt es Dinge, die nicht alle Tage passieren. Wir haben die kuriosesten Vorfälle zusammengestellt.

1. Ein Pony fährt S-Bahn

Im Jahr 2012 hat die S-Bahn Berlin einen doch recht außergewöhnlichen Fahrgast. Pony Seppi fährt mit seiner 16-jährigen Besitzerin Frauke quer durch Berlin. Durch ein Youtube-Video wird das S-Bahn-Pony schnell stadtbekannt.

Dabei war das gar nicht das Ansinnen seiner Besitzerin. Sie wollte sich eigentlich mit einem Freund treffen, doch weil der nicht kam, sei sie einfach spontan mit Seppi in die Bahn gestiegen, erklärt Frauke später. Das sei sehr lustig gewesen. Sie habe mit dem Pony sogar einen Aufzug der S-Bahn benutzt, McDonald's und eine H&M-Filiale besucht.

2. Menschen ohne Hosen

Auch wenn es in Berlin sicher häufiger vorkommt, an einem Tag im Jahr ist "unten ohne" völlig legitim. Der "No Pants Day" lädt zum Bahnfahren ohne Hose ein.

Und so begegnen Fahrgästen an diesem speziellen Tag vielen Nur-im-Schlüppi-Bahnfahrer. Die Aktion kommt aus den USA, in New York wird das hosenlose Fest bereits seit 15 Jahren gefeiert. Erfunden wurde es von Charlie Todd, dem Gründer der Improvisations-Agentur "Improv Everywhere".

Für alle Mit-Hose-Fahrer: An 364 Tagen dürfen Sie den Kopf über die Nacktbein-Fetischisten schütteln, am "No Pants Day" aber nicht.

3. Fahrgäste aus dem 18. Jahrhundert

Stell dir vor, du fährst U-Bahn und der Alte Fritz fährt auch mit. So geschehen im September 2014. Die Userin Patty Ro teilte ihr schräges Erlebnis alsbald auf Twitter mit dem Hinweis: "Und heute dann so. Der Preußenkönig in der @SBahnBerlin - Dafür keine Franken. Besser ist das wohl. #Berlin am Morgen". Übrigens: Auch Elmo aus der Sesamstrasse und ein Rudel Weihnachtsmänner wurden schon in Zügen gesichtet.

4. Ein Zimmer im U-Bahn-Tunnel

In einem U-Bahn-Tunnel in Steglitz wird im letzten Jahr ein komplett eingerichtetes Zimmer entdeckt. Doch freuen will sich bei der BVG niemand über das vollständige Zimmer mit Bett, Sessel und Fernseher. Aus Sicherheitsgründen lässt das Unternehmen das Zimmer umgehend räumen. Guerilla-Kunst hin oder her.

Übrigens: Kurze Zeit später haben erneut Spaßvögel zugeschlagen und am U-Bahnhof Yorckstraße einen Vorgarten aufgebaut. Mit von einem Zaun eingehegten Kunstrasen, Gartenzwerg, Blumenkasten und Deutschlandfahne.

5. Sorry, verfahren!

Im Juli 2013 verfährt sich ein IC mitten in Berlin. Die Fahrgäste drehen eine Extrarunde durch die Stadt, denn ihr Zug hat den Hauptbahnhof verpasst. Grund ist offenbar eine Fehlleitung. Zu dieser Zeit müssen alle Züge zwischen Hannover und Berlin eine Ausweichroute nehmen - der Fahrer dieses ICs hatte die Ersatzstrecke wohl nicht so ganz im Blick.

Auch das ist übrigens nicht die erste Panne dieser Art in Berlin. 2011 hatte ein ICE aus Versehen in Nikolassee statt in Wannsee gehalten. Die Fahrgäste mussten dann dort aus- und in einen Regionalexpress umsteigen.