#weilwirdichschieben

Die BVG bedankt sich bei den Berliner Tram-Schiebern

Bei dem Gewitter am Montagabend stockte plötzlich die Stromzufuhr. Fahrgäste der Linie M1 brachten eine Tram zurück in die Spur.

Oranienburger Straße in Berlin-Mitte: Fahrgäste schieben eine liegengebliebene Tram der Linie M1

Oranienburger Straße in Berlin-Mitte: Fahrgäste schieben eine liegengebliebene Tram der Linie M1

Foto: Thomas Schröder

Fahrgäste der Tramlinie M1 haben am Montagabend bei dem Gewitter über Berlin eine 30 Tonnen schwere Straßenbahn rund 30 Meter geschoben - und damit dafür gesorgt, dass die Bahn aus eigener Kraft weiterfahren konnte.

Für diesen Einsatz bedankte sich die BVG am Dienstagvormittag bei den tatkräftigen Passagieren. Laut BVG war an der Oranienburger Straße Ecke Auguststraße ein entwurzelter Baum auf die Oberleitung gefallen. Die Feuerwehr musste den Baum bergen. Während dieser Arbeiten musste der Fahrstrom abgestellt werden. Aus diesem Grund konnte die vollbesetzte Tram ihren Weg nicht fortsetzen.

Wie die BVG mitteilte, erklärte der Straßenbahnfahrer seinen Fahrgästen die Situation - und dass ihn und seine Tram nur wenige Meter von der Stromzufuhr trennten. Daraufhin packten etliche Fahrgäste mit an.

Der Fahrer der Tram habe sich in der Hektik nicht die Namen der Helfer aufschreiben können. Deshalb bedankte sich die BVG nun bei den Fahrgästen in Form der Pressemitteilung.

Wörtlich heißt es: "Sollte es bei zukünftigen Ausgaben der Tram-Europameisterschaft eine Publikumsdisziplin „Tram-Schieben“ geben, sind die Berlinerinnen und Berliner absolute Favoriten."