Gewitter

Erstes Gewitter über Berlin und Brandenburg

Der Süden Deutschlands hat vorerst das Schlimmste überstanden. In Berlin zieht am Nachmittag allerdings ein Gewitter auf.

Das Gewitter ist am frühen Montagnachmittag in Berlin angekommen. In Kreuzberg, Charlottenburg und Prenzlauer Berg donnerte, blitzte und regnete es - allerdings nur leicht.

Laut Wetterexperte Jörg Kachelmann hat sich das Gewitter südöstlich von Berlin gebildet. Es überquere den Osten Berlins mit einem Nordwestkurs. Die westlichen und südwestlichen Stadtbezirke bekämen vor allem Regen ab. Im Bereich des Gewitters müsse vor allem mit starkem Regen und auch kleinem Hagel gerechnet werden.

Schäden gab es kaum, nur die S2 musste kurzzeitig zwischen Blankenburg und Buch wegen eines Blitzeinschlags unterbrochen werden.

Im nördlichen Brandenburg fielen zum Teil 10 bis 20, lokal auch mehr als 30 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Auch in Berlin und anderen Teilen Brandenburgs waren die Zugbahnen der Schauer und Gewitter zu erkennen. Allerdings fielen meist nur wenige Liter Niederschlag pro Quadratmeter.

Das über Teilen Süddeutschlands am Sonntag tobende Unwetter hatte in der Nacht zum Montag in Berlin und Brandenburg allerdings keine größeren Schäden angerichtet. Der Feuerwehr in Berlin und der Polizei in Potsdam lagen am Morgen keine entsprechenden Meldungen vor.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Montagmittag nirgends vor Unwettern, es gab allerdings Vorwarnungen:

- Für den Nordwesten, Norden und Osten - Niedersachsen, das südliche Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg - galten Vorwarnungen vor schweren Gewittern für den Nachmittag und die Nacht zum Dienstag. Für Berlin warnte der DWD am Montag vor Gewittern. Bei Temperaturen von bis zu 29 Grad werde es schwül-warm. Es sei örtlich auch mit starkem Regen, Hagel und Sturmböen zu rechnen.

- Für den Westen galten am Vormittag Warnungen der Stufe zwei auf der vierteiligen Warn-Skala vor Gewittern mit Starkregen und Windböen mit Geschwindigkeiten von 60 Kilometern pro Stunde. Das traf für weite Teile Nordrhein-Westfalens zu.

- Die gesamte Südhälfte Deutschlands einschließlich Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen und den Südwesten Sachsens war am Montagmittag auf der DWD-Warnkarte grün eingefärbt - das bedeutet „keine Warnungen“. Ausgenommen war nur der äußerste Südwesten Baden-Württembergs. Dort warnte der DWD vor Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 85 Kilometern pro Stunde in Regionen oberhalb von 1000 Metern.