Alte Jakobstraße

Randale in Berlin-Mitte: "Kein Verständnis für Vandalismus"

Das Auto einer Lottoladen-Besitzerin wurde durch Pflasterstein-Würfe beschädigt.

Das Auto einer Lottoladen-Besitzerin wurde durch Pflasterstein-Würfe beschädigt.

Foto: Steffen Pletl

Anwohner und Geschäftsleute reagieren fassungslos auf die Randale-Nacht an der Alten Jakobstraße in Berlin-Mitte.

Nach der Krawall-Nacht an der Alten Jakobstraße herrscht am Sonntagvormittag Fassungslosigkeit bei Anwohnern und Geschäftsleuten Eine Gruppe vermummter Personen war gegen 1.30 Uhr durch die Straße gezogen, hatte mehrere Autos in Brand gesetzt und Hausfassaden beschädigt.

Brandstiftungen und Zerstörungen an der Alten Jakobstraße
Brandstiftungen und Zerstörungen an der Alten Jakobstraße
Video: Steffen Pletl

Am Sonntagvormittag werden die gröbsten Schäden repariert, Brandermittler sichern Spuren, Polizisten durchkämmen eine Grünanlage auf der Suche nach Beweismitteln. Einige der ausgebrannten Autos wurden bereits abtransportiert, andere Wracks stehen noch immer am Straßenrand. Mindestens vier Fahrzeuge wurden durch die Brandstiftungen zerstört.

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Geschäftsmann Ucar H., der ein Feinkostgeschäft in der benachbarten Seydelstraße betreibt, sagt: "Es ist erschreckend, dass hier im gesamten Gebiet immer wieder Neubauten angegriffen werden."

Er habe kein Verständnis für diese Art des Vandalismus. Die Täter treibe der Neid, man könne solche Aktionen nicht akzeptieren.

Viele Schaulustige sind gekommen, um sich das Ausmaß der Zerstörung anzuschauen. Ein Passant sagt: "Die Chaoten sollen doch ins Regierungsviertel gehen - und nicht hier im Kiez Randale machen."

An einem durch Pflasterstein-Würfe beschädigten Netto-Markt flicken Handwerker. Sechs Scheiben wurden getroffen.

Es sind Spezialanfertigungen, die nun erst neu bestellt werden müssen. Die Dauer der Reparaturen ist unklar. Die Scheiben werden nun notdürftig repariert, damit eine Verletzungsgefahr ausgeschlossen ist.

( plet )