Berlin

Politikerin will skatende Bulldogge vom Alex schützen

Eine SPD-Politikerin sorgt sich um das Wohl der skatenden Bulldogge am Alexanderplatz und schreibt eine Anfrage an das Bezirksamt.

Eine SPD-Politikerin sorgt sich um das Wohl der skatenden Bulldogge am Alexanderplatz

Eine SPD-Politikerin sorgt sich um das Wohl der skatenden Bulldogge am Alexanderplatz

Foto: Matthias Tödt / picture alliance / zb

Die skatende Bulldogge namens Lenin begeistert mit ihren Auftritten Touristen und Internetnutzer. Jetzt hat sich ihre Bekanntheit auch bis in die Politik herum gesprochen. Martina Matischok-Yesilcimen, SPD-Fraktionsvorsitzende in Mitte, will die Dogge schützen. Um das Wohl des Hundes besorgt, stellte sie eine Kleine Anfrage an das Bezirksamt Mitte.

Die Politikerin wollte wissen, inwieweit das Bezirksamt Kenntnis von dem Umstand hat, "dass seit Monaten auf dem Alexanderplatz eine Bulldogge auf einem Skateboard fahrend zu sehen ist". Sie fragte, ob das Veterinäramt und der Allgemeine Ordnungsdienst von diesem "Spektakel" wisse. Außerdem interessierte sie, inwieweit der Alexanderplatz für eine solche "Attraktion" geeignet sei.

Hund und Besitzer sind vom Alexanderplatz verschwunden

Bezirksstadtrat Carsten Spallek teilte in seiner Antwort mit, dass das Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt im Rahmen einer Bürgerbeschwerde von dem Hund erfahren habe. Mitarbeiter des Veterinäramtes hätten den Alexanderplatz besucht, Hund und Besitzer jedoch nicht angetroffen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes hatten die Bulldogge angeblich seit Wochen nicht mehr auf dem Alexanderplatz gesehen.

Ob das Skaten eine Quälerei des Hundes sei, könne ohne Beobachtung des Hundes nicht erkannt werden, schrieb der Bezirksstadtrat weiter. "Eine Gefährdung des Hundewohls wäre gegeben, falls dem Hund Leistungen abverlangt werden würden, die mit Schmerzen und Leiden des Tieres verbunden wären (Verstoß gegen das Tierschutzgesetz). Eine Beurteilung ohne Beobachtung des Tieres ist nicht möglich."

Abschließend hieß es in der Antwort des Stadtrates, dass bei weiteren Auftritten des Hundes geprüft werden müssten, ob die Auftritte gegen das Tierschutzgesetz verstoßen würden.