Straßenumzug

Trotz Regen - Karneval der Kulturen heizt Berlin ein

Auch durchwachsenes Aprilwetter konnte die Partylaune beim Karneval der Kulturen nicht trüben. Hunderttausende feierten in Kreuzberg.

Samba-Tanzen im Plastik-Poncho: der Karneval der Kulturen in Berlin

Samba-Tanzen im Plastik-Poncho: der Karneval der Kulturen in Berlin

Foto: rtr

Lachende Tänzerinnen, schillernde Kostüme, ein feuerroter Papierdrache - trotz kühler zwölf Grad und Regenschauer haben nach Veranstalterangaben am Sonntag einige hunderttausend Menschen den 21. „Karneval der Kulturen“ in Berlin gefeiert.

Der bunte Zug schlängelte sich vom Neuköllner Hermannplatz bis zur Möckernstraße nach Kreuzberg. An seiner Spitze: die deutsch-brasilianische Gruppe „Sapucaiu no Samba“, deren Tänzerinnen und Trommler zum Start ein Lied auf die Einheit der Welt anstimmten.

Mit Plastik-Ponchos gegen den Regen

Die nasskalte Witterung sorgte dafür, dass wohl etwas weniger Besucher als sonst die Strecke säumten. Doch die, die gekommen waren, ließen sich auch vom zwischenzeitlichen Regen den Spaß nicht nehmen. Einige Teilnehmer und Zuschauer schützten sich mit Plastik-Ponchos. Manche wehrten sich besonders kreativ gegen die Kälte: Eine Sambatänzerin etwa klebte sich Wärmepflaster auf die Haut, um ihre Nieren zu schützen.

Am diesjährigen Umzug beteiligten sich 72 Gruppen mit 5000 Musikern, Tänzern, Akrobaten und Jongleuren. Schaurige Hexen aus Baden-Württemberg erschreckten die Kinder am Wegesrand - und beschenken sie gleichzeitig mit Bonbons. Trommler animierten die Besucher zum Tanzen.

Karneval der Kulturen 2016
Karneval der Kulturen 2016

Die Polizei sprach am späten Nachmittag von einem störungsfreien Ablauf. Mehr als 800 Beamte waren nach ihren Angaben im Einsatz. Am Samstagabend waren zwei junge Frauen auf dem Straßenfest von einer Gruppe junger Männer belästigt und bestohlen worden.

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