Morgenpost-Ratgeber

Garten: Wie geht man nach der Blüte mit Zwiebelpflanzen um?

Narzissen, Hyazinthen und andere Zwiebelpflanzen können sich über Samen vermehren, aber das kann von Generation zu Generation einige Jahre dauern. Über das Wiederaustreiben der Zwiebeln gelingt das von Jahr zu Jahr

Narzissen, Hyazinthen und andere Zwiebelpflanzen können sich über Samen vermehren, aber das kann von Generation zu Generation einige Jahre dauern. Über das Wiederaustreiben der Zwiebeln gelingt das von Jahr zu Jahr

Foto: BUGA 2015/ Thomas Uhlemann

GARTEN – Zurzeit endet die Blüte von Zwiebelpflanzen. Wie sollte man nun mit den vertrocknenden Blüten umgehen, damit die Pflanzen auch im kommenden Jahr schön blühen?

Gabriele Kleuvers, Parkleiterin des Britzer Gartens, rät: „Beim Umgang mit verblühten Narzissen, Tulpen, Hyazinthen oder anderen Zwiebeln, die im kommenden Jahr wieder zur Blüte kommen sollen, sollten einige Regeln beachtet werden. Im Bereich der ehemaligen Blüte bildet die Pflanze ihren Fruchtknoten aus, in dem die Samen reifen. Diese Umstellung erfordert von der Pflanze viel Energie, ist aber von der Natur so vorgesehen, um die Existenz zukünftiger Generationen zu sichern.

Bis sich unsere Tulpen oder Narzissen über ihre Samen vermehren, würden aber viele Jahre vergehen, in denen die Ursprungspflanze nicht mehr oder immer weniger blühen wird, bis sie ganz verschwindet. Um dies zu verhindern, werden nach der Blüte alle Fruchtstände per Schere entfernt. Eine zuvor ausgebrachte leichte Düngung gegen Ende der Blüte unterstützt das Wachstum der Zwiebeln im kommenden Jahr. Die Blätter der Zwiebeln dürfen dabei nicht abgeschnitten oder abgemäht werden. Vielmehr sollen die Nährstoffe, die in den Blättern eingelagert sind, wieder in die Zwiebel zurückwandern.

Das Speicherorgan unter der Erde lagert Nährstoffe für das Folgejahr ein

Das Speicherorgan der Pflanze lagert diese Stoffe während der nächsten Monate ein, damit sie für die nächste Blüte im darauffolgenden Jahr wieder verwendet werden können. Dieser Prozess ist abgeschlossen, wenn alle Blätter abgetrocknet und braun sind. Für manchen Ästheten ist der Anblick von trockenen Zwiebelblättern eine harte Probe, sodass in diesem Fall eine Zwiebelpflanzung innerhalb einer Staudenpflanzung, deren Grün bald alles Trockene überdeckt, eine gute Alternative ist.“

Rechtshinweis: Wir bemühen uns, möglichst viele Fragen zu beantworten. Dennoch behalten die Experten sich vor, bestimmte Bereiche auszuklammern. Da es sich häufig um sensible Fragen handelt, werden diese anonymisiert. Einen Rechtsanspruch auf eine Antwort haben Sie nicht. Eine Haftung ist ausgeschlossen.

Wenn Sie Fragen an unsere Experten haben, können Sie diese per E-Mail schicken an ratgeber@morgenpost.de oder per Post an Berliner Morgenpost, Stichwort Ratgeber, Kurfürstendamm 22, 10719 Berlin.