Drogenhandel

Cannabis-Plantage auf Hühnerhof - Bewährungsstrafe

Das Berliner Landgericht sprach eine 27-Jährige Frau der Beihilfe zum bandenmäßigen Drogenhandel schuldig. Auch ihr Vater war mitangeklagt.

Das Landgericht sprach eine 27-Jährige schuldig, die bei einer Cannabisplantage auf dem ehemaligen Geflügelhof ihres Vaters in Brandenburg half

Das Landgericht sprach eine 27-Jährige schuldig, die bei einer Cannabisplantage auf dem ehemaligen Geflügelhof ihres Vaters in Brandenburg half

Foto: Oliver Berg / dpa

Weil sie bei einer Cannabisplantage auf dem ehemaligen Geflügelhof ihres Vaters in Brandenburg half, ist eine 27-jährige Frau zu einer Strafe von 21 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Das Berliner Landgericht sprach die Eventmanagerin am Mittwoch der Beihilfe zum bandenmäßigen Drogenhandel schuldig. Ihr mitangeklagter Vater wurde freigesprochen. Die Tochter hatte zugegeben, sich 2013 aus finanziellen Gründen an der illegalen Aufzucht beteiligt zu haben.

Eine vor allem in Berlin ansässige Gruppierung um einen Niederländer habe das einst landwirtschaftlich genutzte Gebäude im Landkreis Spree-Neiße mit großem finanziellen Aufwand ausgebaut, sagte der Vorsitzende Richter.

Als sich die 27-Jährige für das Geschehen auf dem Hof ihres Vaters stärker interessierte und die neuen Mieter ansprach, hätten diese ihr ein Angebot gemacht. „Weil sie Schulden hatte, beteiligte sich die Angeklagte“, hieß es weiter. Sie habe bei drei Ernten geholfen und insgesamt rund 15.000 Euro erhalten.

Eventmanagerin legte sofort ein Geständnis ab

Der 51 Jahre alte Drahtzieher ist in einem früheren Prozess bereits zu einer Strafe von fast vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Gemeinsam mit weiteren Komplizen hatte er Ermittlungen zufolge etwa 120.000 Euro in den Aufbau der Plantage auf dem einstigen Geflügelhof investiert. Bis Ende Dezember 2013 habe die Gruppe bei drei Ernten mindestens 52 Kilogramm Marihuana gewonnen.

Als die Aufzucht vor rund zweieinhalb Jahren entdeckt wurde, legte die Eventmanagerin sofort ein Geständnis ab. Die Frau ohne Vorstrafen habe mit ihren Angaben zudem Aufklärungshilfe geleistet, hieß es im Urteil. Das sei strafmildernd berücksichtigt worden. Dem Vater sei nicht nachgewiesen worden, dass er von Drogen im vermieteten Stall wusste. Das Urteil ist rechtskräftig.